01) Pfarrbrief Fronleichnam 2012: Spendung und Empfang der Heiligen Kommunion

 

Geheimnis seiner Herrlichkeit

senkt sich ein in Brot und Wein.

Das höchste Gut hat Leib und Blut

für unser Heil dem Tod geweiht.

Kommt, lasset uns anbeten.

Aus dem Stundengebet der Kirche

Komm, Heiliger Geist, erfülle die Herzen Deiner Gläubigen, und entzünde in ihnen

das Feuer Deiner Liebe.

Gottesmutter Maria, Unsere Liebe Frau vom allerheiligsten Sakrament, bitte für uns!

Über die wahre Hirtenliebe – Worte von Benedikt XVI.

 

Es muß es eine Haupteigenschaft des Hirten sein, daß er die Menschen liebt, die ihm anvertraut sind, weil und wie er Christus liebt, in dessen Diensten er steht. „Weide meine Schafe“, sagt Christus zu Petrus, sagt er nun zu mir. Weiden heißt lieben, und lieben heißt auch, bereit sein zu leiden. Und lieben heißt: den Schafen das wahrhaft Gute zu geben, die Nahrung von Gottes Wahrheit, von Gottes Wort, die Nahrung seiner Gegenwart, die er uns in den heiligen Sakramenten schenkt. Liebe Freunde – in dieser Stunde kann ich nur sagen: Betet für mich, daß ich den Herrn immer mehr lieben lerne. Betet für mich, daß ich seine Herde – Euch, die heilige Kirche, jeden einzelnen und alle zusammen immer mehr lieben lerne. Betet für mich, daß ich nicht furchtsam vor den Wölfen fliehe. Beten wir füreinander, daß der Herr uns trägt und daß wir durch ihn einander zu tragen lernen. 

 

Aus der Predigt von Papst Benedikt XVI. bei der hl. Messe zur Amtseinführung, 24.4.2005

 

„PANGE LINGUA GLORIOSI –

DAS GEHEIMNIS LASST UNS KÜNDEN“

hl. Thomas von Aquin, Fronleichnamshymnus

Katechetischer Glaubensbrief zum Thema:

Spendung und Empfang der Heiligen Kommunion

Liebe Gläubige!

 

Das Fronleichnamsfest führt uns ins Zentrum des katholischen Glaubens: die große Liebe Christi zu uns Menschen, seine Gegenwart und sein Wirken im ALLERHEILIGSTEN SAKRAMENT DES ALTARES, in der HEILIGSTEN EUCHARISTIE.

Mit diesem Pfarrbrief möchte ich alle herzlich einladen, sich mit dem Thema der Spendung und des Empfangs der heiligen Kommunion zu befassen. Einige Aspekte sollen hier behandelt werden. Die Kirche verwaltet dieses Sakrament mit größter Ehrfurcht und Liebe. Die angeführten Zitate aus den kirchlichen Dokumenten wollen allen die Gelegenheit geben, die katholische Glaubenslehre aus erster Quelle kennenzulernen. Damit wird unser Denken und Reden über dieses Sakrament auf die Ebene der objektiven katholischen Glaubenslehre gehoben. Es geht nicht um private Meinungen oder Vorlieben von Priestern oder Gläubigen. Es geht um das Licht des Glaubens, das von Christus kommt, und die Kirche weitergibt.

„Die Gläubigen sind zu größter Wertschätzung der heiligsten Eucharistie gehalten, indem sie tätigen Anteil an der Feier des erhabensten Opfers nehmen, in tiefer Andacht und häufig dieses Sakrament empfangen und es mit höchster Anbetung verehren; die Seelsorger, welche die Lehre über dieses Sakrament darlegen, haben die Gläubigen gewissenhaft über diese Verpflichtung zu belehren.“

CIC (Kodex des kanonischen Rechtes, Can. 898 )

Das Grundverständnis der 7 Sakramente: von Christus kommende Heilszeichen

KKK 1131:

Die Sakramente sind von Christus eingesetzte und der Kirche anvertraute wirksame Zeichen der Gnade, durch die uns das göttliche Leben gespendet wird. Die sichtbaren Riten, unter denen die Sakramente gefeiert werden, bezeichnen und bewirken die Gnaden, die jedem Sakrament zu eigen sind. In Gläubigen, die sie mit der erforderlichen inneren Haltung empfangen, bringen sie Frucht.

 

Alle 7 Sakramente kommen von Jesus Christus, sie sind göttlichen Ursprungs. Unter ihnen ragt die hl. Messe mit der hl. Kommunion als Höhepunkt hervor. Die Sakramente wirken nicht automatisch. Damit der Empfang der hl. Sakramente für unser Leben und Seelenheil Frucht bringen kann, müssen wir sie mit der erforderlichen inneren Haltung empfangen, mit Glauben, Demut, innerer Reinheit und Offenheit.

Die Einsetzung der Eucharistie durch Christus

KKK 1323:

Unser Erlöser hat beim Letzten Abendmahl in der Nacht, da er verraten wurde, das eucharistische Opfer seines Leibes und Blutes eingesetzt, damit dadurch das Opfer des Kreuzes durch die Zeiten hindurch bis zu seiner Wiederkunft fortdauere und er so der Kirche, der geliebten Braut, das Gedächtnis seines Todes und seiner Auferstehung anvertraue: als Sakrament des Erbarmens und Zeichen der Einheit, als Band der Liebe und österliches Mahl, in dem Christus genossen, das Herz mit Gnade erfüllt und uns das Unterpfand der künftigen Herrlichkeit gegeben wird" (SC 47).

 

Der christliche Glaube ruht auf einem festen Fundament: Christus, der Sohn Gottes. Jesus ist für uns mehr als ein gewöhnlicher Mensch. Wir bekennen mit Petrus: „Du bist der Messias, der Sohn des lebendigen Gottes“(Mt 16,16). Wer mit dem Glauben an die wahre Gottheit Christi ernst macht, wird auch keine Schwierigkeit haben, den göttlichen Ursprung der hl. Eucharistie und der hl. Kirche zu bekennen. Wo der Glaube an die wahre Gottheit Jesu Christi schwindet, werden die Sakramente und die Kirche auf die Ebene des rein Menschlichen und Gewöhnlichen herabgestuft. In der Folge schwindet damit auch die Ehrfrucht vor den Sakramenten und vor der Kirche. Man meint, mit den Sakramenten und der Kirche nach eigenem Gutdünken umgehen zu können.

 

Hl. Eucharistie - Höhepunkt und Zusammenfassung des gesamten Glaubens

KKK 1327:

Die Eucharistie ist der Inbegriff und die Summe unseres Glaubens.

 

KKK 1324:

Die Eucharistie ist „Quelle und Höhepunkt des ganzen christlichen Lebens" (LG 11). „Mit der Eucharistie stehen die übrigen Sakramente im Zusammenhang; auf die Eucharistie sind sie hingeordnet; das gilt auch für die kirchlichen Dienste und für die Apostolatswerke. Die heiligste Eucharistie enthält ja das Heilsgut der Kirche in seiner ganzen Fülle, Christus selbst, unser Osterlamm" (PO 5).

 

Die hl. Eucharistie ist Höhepunkt des Glaubens der katholischen Kirche, vergleichbar der Spitze einer Pyramide. Sie ist Glaubensgeheimnis im strengen Sinn. Was geschieht bei der hl. Wandlung? Es ist die unblutige Gegenwärtigsetzung des Kreuzesopfers mit der Verwandlung von Brot und Wein in den Leib und das Blut Christi. Das können wir weder sehen noch „verstehen“. Nur in der Haltung des Glaubens an die Wahrheit Gottes und mit einem liebenden Herzen können wir zu diesem Geheimnis hingelangen und hineingenommen werden. Es gibt für uns kein „Recht“ auf die Eucharistie in dem Sinn, dass wir Rechte von Gott fordern könnten. Gottes Gnade kann nur demütig empfangen werden. Hochmut geht vor Gott immer leer aus.

Die hl. Eucharistie – von Anfang an ein Zeichen des Widerspruchs

KKK 1336:

Die erste Ankündigung der Eucharistie entzweite die Jünger, so wie auch die Ankündigung des Leidens bei ihnen Entrüstung hervorrief: „Was er sagt, ist unerträglich. Wer kann das anhören?" (Joh 6,60). Die Eucharistie und das Kreuz sind Steine des Anstoßes. Es ist das gleiche Mysterium und es hört nicht auf, Anlass zur Spaltung zu sein. „Wollt auch ihr weggehen?" (Joh 6,67). Diese Frage des Herrn ertönt durch die Jahrhunderte; durch sie lädt uns seine Liebe ein, zu erkennen, dass er allein „Worte des ewigen Lebens" hat (Joh 6,68) und dass, wer die Gabe seiner Eucharistie gläubig empfängt, ihn selbst empfängt.

 

Der hohe Anspruch des eucharistischen Glaubens, den Christus verkündete, ist von Anfang an auf Unverständnis und Widerspruch gestoßen. Schon bei der Vorbereitung dieses Sakramentes, nach der Eucharistischen Rede in Kapharnaum (Joh 6,22-59), hat Christus keinen Kompromiss zugelassen und keine Abstriche gemacht. Die Jünger mussten sich entscheiden, ob sie nach der Rede Jesu über das Himmelsbrot - die verheißene Eucharistie - weiter mit Christus gehen wollen oder nicht. Die katholische Kirche hat den hohen Anspruch des Eucharistischen Glaubens nie aufgegeben. Er besteht auch heute noch. Und wie in Kapharnaum scheiden sich auch heute an der Eucharistie die Geister. Wo stehen wir? Sind wir bereit, mit Christus zu gehen?

Der Widerspruch, der heute dem katholischen Eucharistieglauben entgegengebracht wird, äußert sich auf verschiedene Weise: Gleichgültigkeit, Spott, direkte Ablehnung, offene oder versteckte Angriffe auf jene, die diesen Glauben verkünden und bezeugen…

 

Die Kirche verwaltet die hl. Sakramente – Schutz des Christusgeheimnisses

Wir erfahren z.B. aus der Apostelgeschichte über Missstände bei der Feier der hl. Messe in Korinth. Paulus sah sich genötigt einzuschreiten (1 Kor 11,17-34). Seit der Zeit der Apostel hat die Kirche mit genauen Regeln und Weisungen die Sakramente verwaltet, vor allem das allerheiligste Altarssakrament. Diese Vorgaben sind nicht um ihrer selbst willen da. Sie schützen das Heilige. Geht es doch bei der Eucharistie nicht um ein Stück Brot, sondern um Christus selbst, den Sohn Gottes. In diesem Zusammenhang sollten wir auch die Vorschriften der Kirche zur Spendung der Sakramente zu verstehen suchen.

Seit Adam und Eva fällt es uns Menschen nicht leicht, Vorgaben anzuerkennen, die über uns sind. Das Wort Gottes weist uns den Weg der Liebe, des Glaubens und des Gehorsams. Wie der Weg zu Gott am einfachsten zu gehen ist, lernen wir besonders von der Gottesmutter Maria: „Ich bin die Magd des Herrn“(Lk 1, 38). Wer über sich und seiner begrenzten menschlichen Vernunft nichts Höheres anerkennt, macht sich nicht nur selber zu Gott, er wird auch über sich selbst, sein kleines Ego, nicht hinauskommen; das war übrigens die Haltung Luzifers, die zu seiner ewigen Trennung von Gott führte, zu jenem beklagenswerten Zustand, den die Bibel Hölle nennt (Offb 12,9);

„Das Wesen des Glaubens besteht darin, über sich selbst hinauszublicken“(sel. Kardinal John Henry Newman).

Der Priester ist Diener der Sakramente und Schützer des Heiligen

KKK 1125:

Darum darf kein sakramentaler Ritus nach dem Belieben des Amtsträgers oder der Gemeinde abgeändert oder manipuliert werden. Selbst die höchste Autorität in der Kirche kann die Liturgie nicht nach Belieben ändern, sondern nur im Glaubens- gehorsam und in Ehrfurcht vor dem Mysterium der Liturgie.

 

Zum Wesen der priesterlichen Berufung gehören die Verkündigung des Wortes Gottes und die Spendung der hl. Sakramente. Der Priester ist jedoch nur ein Diener Christi und der Kirche. Er kann bei der Verwaltung und Spendung der Sakramente nicht nach seinem Belieben vorgehen.

                                                   

Zu den Zeichen der Zeit gehört die schwindende Ehrfrucht vor dem Heiligen. Was wird heute noch unantastbar als HEILIG respektiert? Eine Haltung, die uns Christen auszeichnen soll, ist jedoch gerade die Ehrfrucht vor dem Heiligen, vor allem vor dem ALLERHEILIGSTEN. Wir drücken diese Ehrfrucht auch äußerlich aus, z.B. durch die Kniebeuge, das Knien, eine geziemende Kleidung. Der Priester hat den besonderen Auftrag, das Heilige zu schützen. Er ist Diener des Heiligen, vor allem des ALLERHEILIGSTEN.

„Als Diener Christi soll man uns betrachten und als Verwalter von Geheimnissen Gottes“(1 Kor 4,1).

Die Spendung der Hl. Kommunion – ordentlicher und außerordentlicher Spender

Die Spendung der hl. Kommunion ist von der Kirche sorgfältig geregelt. Papst Johannes Paul II. hat die Praxis der Kirche in der Instruktion (Verordnung) Redemptionis sacramentum, 25.3.2004, in Erinnerung gerufen:

„Aufgrund der heiligen Weihe sind Bischof, Priester und Diakon die ordentlichen Spender der heiligen Kommunion, denen es deshalb zukommt, bei der Feier der heiligen Messe den christgläubigen Laien die hl. Kommunion auszuteilen.“ (154.)

 

„Der außerordentliche Spender der heiligen Kommunion [Laie] darf die Kommunion nur dann austeilen, wenn Priester oder Diakon fehlen, wenn der Priester durch Krankheit, wegen fortgeschrittenen Alters oder aus einem anderen ernsten Grund verhindert ist, oder wenn die Gläubigen, die zur Kommunion hinzutreten, so zahlreich sind, dass sich die Messfeier allzu sehr in die Länge ziehen würde. Dies muss aber so verstanden werden, dass eine gemäß den örtlichen Gewohnheiten und Bräuchen kurze Verlängerung ein völlig unzureichender Grund ist.“ (158.)

Es gibt Voraussetzungen für den Empfang der Hl. Kommunion

Die heilige Kommunion gehört nie automatisch - einfach so - zur heiligen Messe. „Die Eucharistie ist das Sakrament derer, die in der vollen Gemeinschaft der Kirche stehen“(KKK 1395). Die Kirche hat Priester und Gläubige immer darauf hingewiesen, dass es Bedingungen und Voraussetzungen für den würdigen Empfang der heiligen Kommunion gibt:

  • Empfang der hl.      Taufe und Bekenntnis des ganzen katholischen Glaubens.
  • „Wer Christus in der Eucharistischen Kommunion      empfangen will, muss im Stande der      Gnade sein“ (Katechismus der      Katholischen Kirche, Artikel 1415),       d.h. frei sein von Sünden, die von Gott trennen. Die 10 Gebote      Gottes markieren diese Sünden.
  • Eine Lebensgestaltung,      die den Geboten Gottes entspricht.
  • Regelmäßige, d.h. wöchentliche, Mitfeier der Sonntagsmesse.
  • Das vorgeschriebene      Fasten einhalten: Nüchternheit von einer Stunde, ausgenommen Wasser und Medikamente. Die Kranken sind nicht an      das Nüchternheitsgebot gebunden. (Katechismus      der Katholischen Kirche, Artikel 1387)
  • zur regelmäßigen      hl. Kommunion gehört die regelmäßige      Beichte.

Auch eine bloß gelegentliche Mitfeier der Hl. Messe (z.B. bei einem Begräbnis, einer Hochzeit, an einem großen Feiertag…) genügt nicht, um bei diesen Anlässen die hl. Kommunion zu empfangen. Wer Christus in der hl. Kommunion sakramental empfangen will, muss auch tatsächlich mit Christus und seiner Lehre leben wollen.

Dazu ein Vergleich aus dem Bereich der Ehe: Der eheliche Akt ist nur dann echt und Gott gewollt, wenn die Ehepartner in der gegenseitigen Liebe, d. h. in Ehrfurcht und Achtung vor einander, leben. Die Echtheit dieser Liebe zeigt sich im ganzen JA des sich Schenkens und Annehmens. Dieses Ja beinhaltet das Annehmen des anderen so wie er ist, auch mit seiner Fruchtbarkeit, das bedeutet, die Übernahme von Verantwortung und die Bereitschaft zur Bindung. Auf ähnliche Weise will die Christusvereinigung in der hl. Kommunion in ein bewusstes Leben mit Jesus Christus und die Bindung an ihn und seine Wahrheit eingebettet sein.

Auch ohne Kommunionempfang ist die Mitfeier des hl. Messopfers überaus gnadenbringend. Es gibt auch die GEISTIGE KOMMUNION: Im Herzen die Sehnsucht nach der Vereinigung mit Christus erwecken.

Kommunionspendung und pastorale Klugheit

Gelegentlich wird eine sogenannte „pastorale Klugheit“ ins Spiel gebracht, was immer darunter verstanden werden mag. Gemäß dieser „Klugheit“ sollten Priester bei Gottesdiensten, (wie z.B. bei Hochzeiten, Begräbnissen, großen Feiertagen usw.) nicht zu deutliche Hinweise zum Kommunionempfang geben, um die Gläubigen nicht zu erregen.

Man darf dazu sagen: Es ist pastoral höchst unklug, eine unwürdige Kommunion eines Gläubigen nicht zu verhindern. Denn nach dem Zeugnis der Heiligen Schrift bringt eine unwürdige Kommunion nicht Gnade, sondern Gericht. Es ist das Anliegen einer gesunden Pastoral, dem Heil der Seele zu dienen.

Die unwürdige Kommunion, sie wird auch Sakrileg/Gottesraub genannt, ist eine Kommunion, die im Zustand der Sünde empfangen wird und daher von Gott trennt. Eine unwürdige Kommunion, die man sich sozusagen ertrotzt, bringt nie Christusvereinigung und Segen, sondern Gericht (1 Kor 11,28), wie Paulus bekräftigt. Die unwürdige Kommunion ist eine schwere Sünde und trennt immer mehr von Gott; die Seele wird dadurch auch anfällig für die Mächte der Finsternis.

1 Kor 11,28:

„Wer also unwürdig von dem Brot isst und aus dem Kelch des Herrn trinkt, macht sich schuldig am Leib und am Blut des Herrn. Jeder soll sich selbst prüfen; erst dann soll er von dem Brot essen und aus dem Kelch trinken. Denn wer davon isst und trinkt, ohne zu bedenken, dass es der Leib des Herrn ist, der zieht sich das Gericht zu, indem er isst und trinkt.“

 

Die seit Jahrzehnten gängige Kommunionpraxis (ohne Beichte, ohne Bindung an Christus, ohne Sonntagsmesse und katholische Lehre) kann als eine der größten Wunden im Leben der Kirche unserer Tage bezeichnet werden. Eine oberflächliche und glaubenslose Kommunionpraxis ist eine der Hauptursachen für den Niedergang der Kirche.

Das krasseste Beispiel der Folgen einer unwürdigen Kommunion zeigt uns die Heilige Schrift am Beispiel des Apostels Judas Iskariot. Judas trug in seinem Herzen bereits den Verrat und den Bruch mit Christus. In diesem Zustand wagte er es noch, beim Letzten Abendmahl dabei zu sein und aus der Hand Christi die hl. Kommunion zu empfangen. Die Folge: „Nachdem Judas den Bissen genommen hatte, fuhr der Satan in ihn“(Joh 13,27).

Von der Pflicht des Kommunionspenders, gegebenenfalls die Spendung einer hl. Kommunion zu verweigern

Bisher habe ich in keinem Dokument der Kirche Aussagen gefunden, nach denen der Priester die Verwaltung der hl. Eucharistie locker und großzügig handhaben oder von dessen anspruchsvollen Inhalten absehen soll. Stattdessen aber kenne ich folgende unzweideutige Weisungen für den Kommunionspender:

 

„Es kommt bisweilen vor, dass die Christgläubigen massenweise und ohne Unterscheidung zum heiligen Tisch hinzutreten. Es ist Aufgabe der Hirten, diesen Missbrauch mit Klugheit und Festigkeit zu korrigieren.“ (Johannes Paul II. Sacramentum Caritatis, Nr. 83)

Päpstlicher Rat für Gesetzestexte, 24. Juni 2000:

Aus Abschnitt 3: „Natürlich rät die pastorale Klugheit mit Nachdruck, Fälle öffentlicher Verweigerung der hl. Kommunion zu vermeiden. Die Seelsorger müssen den betreffenden Gläubigen den wahren kirchlichen Sinn der Norm [unter gewissen Umständen nicht kommunizieren können] zu erklären suchen, damit diese sie verstehen oder wenigstens respektieren können.

Wenn es jedoch zu Situationen kommt, in denen solche Vorsichtsmaßnahmen keine Wirkung erzielt haben oder nicht möglich waren, muss der Kommunionspender die Hl. Kommunion demjenigen verweigern, dessen Unwürdigkeit öffentlich bekannt ist. Er wird das mit großer Liebe tun und wird versuchen, in einem günstigen Moment die Gründe zu erklären, die ihn dazu verpflichtet haben. Er muss es allerdings auch mit Festigkeit tun, im Bewusstsein des Wertes, die solche Zeichen der Festigkeit für das Wohl der Kirche und der Seelen haben.

Das Urteil in den Fällen des Ausschlusses vom Kommunionempfang von Gläubigen, die sich in der beschriebenen Situation befinden, steht dem verantwortlichen Priester der jeweiligen Gemeinschaft zu. Dieser wird dem Diakon oder dem eventuellen außerordentlichen Kommunionspender genaue Anweisungen geben, wie sie sich in den konkreten Situationen verhalten sollen.“

Abschnitt 4: „Keine kirchliche Autorität [kann] in irgendeinem Fall von dieser Verpflichtung des Kommunionspenders dispensieren oder Direktiven erlassen, die dieser Verpflichtung widersprechen.“

Abschnitt 5: „Die Kirche bekräftigt ihre mütterliche Sorge für die Gläubigen, die sich in dieser oder in ähnlichen Situationen befinden, die sie daran hindern, zum Tisch des Herrn zugelassen zu werden. Was in dieser Erklärung dargelegt wird, steht nicht im Gegensatz zu dem großen Wunsch, die Teilnahme dieser Söhne und Töchter am kirchlichen Leben zu fördern, - eine Teilnahme, die sich in vielen Formen ausdrücken kann, die mit ihrer Situation vereinbar sind. Die Pflicht, die Unmöglichkeit der Zulassung zum Empfang der Eucharistie zu unterstreichen, ist vielmehr Bedingung wirklicher pastoraler Sorge, echter Sorge um das Wohl dieser Gläubigen und der ganzen Kirche, insofern sie die notwendigen Bedingungen für den wahren Vollzug jener Umkehr anzeigt, zu der alle immer vom Herrn eingeladen sind.“

Wahre Liebe zu den Seelen

Wahre Liebe kennt auch Grenzen und kann nein sagen. Kann z.B. in der Familie oder im Beruf ein Verhalten, bei dem alles erlaubt ist und jeder nach Belieben tun kann, was er will, als Liebe bezeichnet werden? Eltern werden von ihren Kindern manches einfordern, gewisse Grenzen setzen, weil die wahre Liebe zu ihnen dies fordert. Ähnliches gilt auch in der Gemeinschaft der Kirche.

„Es ist eine hervorragende Form der Liebe zu den unsterb­lichen Seelen, wenn man in keiner Weise Abstriche an der heilsamen Lehre Christi macht. Dies jedoch muss immer von Geduld und Liebe begleitet sein, für die der Herr selbst in seinem Umgang mit den Men­schen ein Beispiel gegeben hat. Er ist gekommen, nicht um zu richten, sondern um die Welt zu retten; er war unversöhnlich mit der Sünde, aber barmherzig mit dem Sünder“ (Papst Paul VI, Enzyklika Humanae Vitae. Nr. 29)

Schwere Sünde erfordert den Empfang des Bußsakramentes vor dem Kommunionempfang

Die Kirche erwartet von Priestern und Gläubigen, sich vor dem Empfang der hl. Kommunion zu prüfen:

„Nach kirchlicher Gewohnheit ist es notwendig, dass sich jeder sehr gründlich prüfe, damit keiner, der sich einer schweren Sünde bewusst ist, ohne vorherige sakramentale Beichte die Messe feiert oder den Leib des Herrn empfängt.“ (Johannes Paul II. Redemptionis Sacramentum, Abschnitt 81)

 

Dieselbe Aussage findet sich auch in: KKK 1415

Wer den Begriff schwere Sünde genauer bedenken will: siehe KKK 1849 bis 1864.

Das schuldhafte Versäumen der Sonntagsmesse, schwere Lieblosigkeit, Unversöhnlichkeit usw. werden seit jeher zu Sünden gezählt, die im Bußsakrament die Versöhnung mit Christus und der Kirche erfordern, bevor man wieder zum Tisch des Herrn hintritt.

Christus selber hat uns angeleitet, uns für das Hochzeitsmahl des ewigen Lebens, das durch die Eucharistie vorweggenommen und angedeutet wird, bereit zu machen. Im Gleichnis vom königlichen Hochzeitsmahl (Mt 22,1-14) spricht Jesus vom Hochzeitsgewand, das wir benötigen, um nicht vom Festmahl ausgeschlossen zu werden. Dieses Bild macht uns bewusst, dass die Seele sich für Gott bereit machen muss. Gott selber schenkt uns dieses „Kleid der Gnade“, das wir benötigen, damit wir für seine Gemeinschaft fähig werden.

KKK 2181:

„Die sonntägliche Eucharistie legt den Grund zum ganzen christlichen Leben und bestätigt es. Deshalb sind die Gläubigen verpflichtet, an den Sonntagen und gebotenen Feiertagen an der Eucharistiefeier teilzunehmen, sofern sie nicht durch einen gewichtigen Grund (z.B. wegen Krankheit, Betreuung von Säuglingen) entschuldigt oder durch ihren Pfarrer dispensiert sind. Wer diese Pflicht absichtlich versäumt, begeht eine schwere Sünde.“

Kommunionempfang und Ehe bzw. eheähnliche Verbindungen

Ein äußerst schwieriger und komplexer Bereich ist die heutige Situation der Ehen und Familien. Papst Johannes Paul II. hat diesem Bereich der Pastoral das Lehrschreiben FAMILIARIS CONSORTIO (22.11.1981) gewidmet. Er beleuchtet darin mit viel Unterscheidungsvermögen die verschiedenen Situationen, in denen sich Eltern oder Paare heute befinden. Er zeigt einerseits den unaufhebbaren Wert der christlichen Ehe auf, die unauflöslich ist. Andererseits vermittelt er den Betroffenen die mütterliche Sorge der Kirche und leitet sie an, in der Treue zum Gebot Gottes Hilfe zu finden.

Paare oder Eltern, die ohne Ehesakrament zusammenleben oder nur zivil verheiratet sind, deren Verbindung oder Ehe sich also außerhalb der Heilsordnung Gottes befindet, können die hl. Kommunion leider nicht empfangen (Familiaris Consortio, 79-84).

Zur Situation von Katholiken, die nur zivil getraut sind: Johannes Paul II, FAMILIARIS CONSORTIO, aus Abschnitt 82:

„Die Pastoral wird die Notwendigkeit einer Übereinstimmung zwischen der Lebenswahl und dem Glauben, den man bekennt, verständlich zu machen suchen und möglichst bemüht sein, diese Menschen dahin zu bringen, ihre eigene Situation im Licht christlicher Grundsätze in Ordnung zu bringen. Obwohl man ihnen mit viel Liebe begegnen und sie zur Teilnahme am Leben ihrer Gemeinden einladen wird, können sie von den Hirten der Kirche leider nicht zu den Sakramenten zugelassen werden.“

Über Mann und Frau, die in einem „Verhältnis“ leben:

KKK 2390:

Der AusdruckVerhältnis" bezeichnet unterschiedliche Situationen: Konkubinat, Ablehnung der Ehe als solcher und Unfähigkeit, sich durch langfristige Verpflichtungen zu binden [Vgl. FC 81]. Alle diese Situationen verletzen die Würde der Ehe; sie zerstören den Grundgedanken der Familie; sie schwächen den Sinn für Treue. Sie verstoßen gegen das moralische Gesetz: Der Geschlechtsakt darf ausschließlich in der Ehe stattfinden; außerhalb der Ehe ist er stets eine schwere Sünde und schließt vom Empfang der heiligen Kommunion aus.

 Alle sind eingeladen …???

Das in den vergangenen Jahrzehnten in unserem Land oft gehörte Wort „alle sind zur Eucharistie eingeladen“ will richtig verstanden werden. Christus hat zu seinen Lebzeiten tatsächlich alle in seine Nachfolge gerufen und mit vielen Menschen Tischgemeinschaft gehalten. Es ist eine Tatsache, dass damals sogenannte öffentliche und große Sünder für seinen Ruf besonders offen waren. Jesus sagte einmal den Hohenpriestern und Ältesten: „Johannes ist gekommen, um euch den Weg der Gerechtigkeit zu zeigen, und ihr habt ihm nicht geglaubt; aber die Zöllner und Dirnen haben ihm geglaubt“(Mt 21,32). Wir dürfen nicht übersehen, dass diese Menschen in ihrem Leben durch Umkehr und Glaube eine Änderung vollzogen haben. Sie haben sich von der Sünde abgewandt. Ein Zöllner Zachäus z.B. hat sein durch Betrug begangenes Unrecht wieder gut gemacht. Eine Maria Magdalena hat ihre Vergangenheit hinter sich gelassen. Der Ehebrecherin sagte Jesus: „Geh und sündige von jetzt an nicht mehr“(Joh 8,11). Es war gerade dies die Erfahrung der Liebe, bei Jesus neu beginnen zu können.

Das Bußsakrament: Erfahrung der Liebe Christi für uns heute

Diese grundlegende Erfahrung der barmherzigen Liebe Christi können wir alle auch heute noch machen. Wir alle brauchen sie auch immer wieder. Christus schenkt uns diese Erfahrung im Sakrament der Buße. Dort geschieht konkret Umkehr, Heilung und innere Erneuerung. Der Weg zur Gemeinschaft mit Christus in der heiligen Kommunion führt auch für uns über das Sakrament der Buße. Diesen Weg weist uns Jesus bereits am Tag der ersten hl. Messe und der Erstkommunion der Apostel beim Letzten Abendmahl: „Wenn ich dich nicht wasche, hast du keinen Anteil an mir“(Joh 13,8). Jesus will damit sagen: er selber muss unsere Seele zuerst innerlich reinigen und bereit machen, damit wir für seine Gemeinschaft in der Eucharistie überhaupt fähig werden. Nach der Taufe geschieht diese Reinigung im Sakrament der Versöhnung.

Es ist nicht nachzuvollziehen, wie ein Katholik einerseits das Wort von der Liebe und Barmherzigkeit Gottes im Mund führt und andererseits genau jenes Sakrament, durch das wir diese Liebe und Barmherzigkeit empfangen, gleichgültig übergeht bzw. ablehnt. Eine Christusnachfolge ohne Glaube und Umkehr ist nicht möglich.

Die Situation des Glaubens in unseren Pfarrgemeinden

Johannes Paul II., Ecclesia in Europa, 28. Juni 2003. (aus Abschnitt 47):

„Überall ist – auch für die bereits Getauften – eine erneute Verkündigung des Evangeliums nötig. Viele europäische Zeitgenossen meinen zu wissen, was das Christentum ist, kennen es jedoch nicht wirklich. Häufig sind sogar die wesentlichen Elemente und Grundbegriffe des Glaubens nicht mehr bekannt. Viele Getaufte leben so, als ob Christus nicht existierte: Man wiederholt, insbesondere durch die kirchlichen Bräuche [z.B. Taufe, Erstkommunion, Firmung], die Gesten und Zeichen des Glaubens, aber es entspricht ihnen keine tatsächliche Annahme des Glaubensinhalts und kein Festhalten an der Person Jesu.“

Dass diese Beschreibung auch für unsere Pfarrgemeinden zutrifft, braucht nicht besonders erläutert zu werden. Wir feiern z.B. noch Fronleichnam. Wollen wir auch den Eucharistieglauben, der den Inhalt dieses großen Festes ausmacht? Wir feiern jährlich Erstkommunion und Firmung. Wieweit geschieht durch diese Sakramente noch eine bewusst gewollte Bindung an Jesus Christus und seine Lehre?

Pastoraler Ausblick – was können oder sollten wir tun?

Liebe Gläubige! Was wir sicher nicht tun dürfen: Abstriche vom katholischen Eucharistieglauben machen. Wenn wir die Inhalte des Glaubens aufgeben, geben wir auch Christus und seine Kirche auf. Könnten wir uns noch Christen nennen, wenn wir Christus und seine Lehre aufgeben? Könnten wir uns katholisch nennen, wenn wir die Bindung an die konkrete katholische Lehre aufgeben? Die Kirchengeschichte zeigt, dass von einem solchen „Christentum“ nichts übrig bleibt.

Wenn auch manche Glieder der Kirche, Kleriker und Laien, von der Lehre der Kirche Abstriche machen oder das Gegenteil sagen (Häresie oder Irrlehre), nie wird dadurch die Reinheit der Lehre überholt oder aufgehoben. „Jesus Christus ist derselbe gestern, heute und in Ewigkeit“(Hebr 13,8).

Der Blick auf die Realität in unseren Pfarrgemeinden zeigt uns, wie verschieden die Katholiken unserer Pfarrgemeinden zum Eucharistischen Glaubensgeheimnis stehen: Es gibt Gläubige, die mit ihrem Glauben und Leben ganz im Eucharistischen Geheimnis verwurzelt sind; andere kennen, was sehr wertvoll ist, noch gelegentliche Berührungspunkte bei einzelnen Festen im Kirchenjahr; wieder andere befinden sich durch ihr Leben in einer Situation, in welcher sie eben nicht die Hl. Kommunion empfangen können, ohne vorher Schritte des Glaubens und der Umkehr zu setzen. Wie sollen wir damit umgehen?

Was uns sicher nicht weiterhilft ist die Flucht vor dem wahren und ganzen katholischen Glauben sowie das Wegschauen von der Realität, in der sich jeder einzelne befindet. Wir können zwar eine Zeitlang uns selber betrügen (das Gewissen bleibt jedem erhalten!), doch nicht Gott. Versuchen wir, die Spannung, die durch die verschiedenen Situationen bedingt ist, auszuhalten. Versuchen wir vor allem, wieder mehr zu beten, die Sonntagsmesse mitzufeiern, aufrichtig zu beichten, den Glauben zu vertiefen (Bibel/Katechismus) und einander zu helfen, den Weg zu Christus zu finden. Wer sich aufrichtig bemüht, wird Christus finden.

Eines ist uns allen möglich…

Eines ist allen möglich, unabhängig, in welcher Situation sich jemand befindet: die Mitfeier der hl. Messe und das Mitvollziehen der hl. Wandlung. In unserer Pfarrkirche verwende ich zu bestimmten Festen einen Kelch aus dem 19.Jh. Wenn ich ihn bei der hl. Wandlung mit dem Blut Christi erhebe, spiegelt sich an der glatten vergoldeten Kelchkuppel das gesamte Kirchenschiff. Bei den Augenblicken dieser Erhebung sehe ich als zelebrierender Priester, wie auf einem kleinen Bild, alle Gläubigen in der Kirche. Dieses kleine Detail kann uns viel sagen: Wahre Gemeinschaft mit Gott und untereinander finden wir nur IM KOSTBAREN BLUT CHRISTI: „Durch sein Blut haben wir die Erlösung, die Vergebung der Sünden nach dem Reichtum seiner Gnade“(Eph 1,7). Ein großer Trost für uns alle.

In Einheit mit dem Papst mutig in die Zukunft – die Kirche lebt!

Wie wir anhand der vielen zitierten kirchlichen Lehraussagen gesehen haben, nimmt die Kirche die Spendung und den Empfang der hl. Kommunion sehr ernst. Sie ignorieren oder davon Abstand nehmen kann nur, wer bewusst eine andere Kirche will oder sie bekämpft. Doch es wird keiner Macht der Welt gelingen, die Kirche Christi zu zerstören:

„Du bist Petrus, und auf diesen Felsen werde ich meine Kirche bauen, und die Pforten der Hölle werden sie nicht überwältigen“(Mt 16,18).

Wer nicht aufhört, gegen die Kirche und ihre Lehre zu arbeiten, wird einmal als Kämpfer gegen Gott dastehen. Welche Hoffnung bleibt solch einem armen Menschen, wenn er nach seinem Tod im persönlichen Gericht Christus gegenübersteht und für sein Leben Rechenschaft abzulegen hat? Welche Hilfe hat solch ein Geschöpf nach dem Tod zu erwarten, wenn es sich als Arme Seele im Fegfeuer befindet? Die einzige Hilfe wird sein: Die Liebe und das Gebet jener Priester und Gläubigen, deren Glaubenshaltung sie verlachte oder verfolgte, und die nun für ihre Erlösung die heilige Messe aufopfern.

„Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl Christi offenbar werden, damit jeder seinen Lohn empfängt für das Gute oder Böse, das er im irdischen Leben getan hat“(2 Kor 5,10).

Möge diese ausführliche Pfarrbrief-Katechese, d. h. diese Vertiefung einiger Aspekte des katholischen Eucharistieglaubens, uns helfen, nicht bei der äußeren Schönheit des Fronleichnamsfestes stehen zu bleiben, sondern zu dessen Glaubensgeheimnis vorzudringen, das uns sehr beschenkt, aber auch sehr herausfordert.

Fronleichnam:

Der große und allmächtige Gott verbirgt sich aus Liebe zu uns mit unbegreiflicher Demut in Brotsgestalt, in der heiligen Hostie.

Diese Demut Gottes fordert von uns ein Mindestmaß an Demut:

die Eucharistie glaubend annehmen, sie zumindest respektieren.

Wir dürfen die Eucharistie nicht egoistisch für unsere weltlichen Ansprüche instrumentalisieren.     Pf. Stephan Müller

 

PANGE LINGUA GLORIOSI

Preise, Zunge, das Geheimnis dieses Leibs voll Herrlichkeit und des unschätzbaren Blutes,

das, zum Heil der Welt geweiht, Jesus Christus hat vergossen, Herr der Völker aller Zeit.

Aus dem Fronleichnamshymnus des hl. Thomas von Aquin

 

TANTUM ERGO SACRAMENTUM

Lasst uns tiefgebeugt verehren ein so großes Sakrament. Dieser Bund wird ewig währen,

und der alte hat ein End.

Hl. Thomas von Aquin, zum sakramentalen Segen

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