238) 17. Sonntag im JK A 2017: HABSELIGKEITEN UND DAS HABEN DER SELIGKEIT

17. Sonntag im JK A) 2017

„MIT DEM HIMMELREICH IST ES WIE MIT EINEM SCHATZ“(Mt 13,41)

HABSELIGKEITEN  UND  DAS HABEN  DER  SELIGKEIT

Predigt von Pf. Stephan Müller

           

„Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Schatz. Mit dem Himmelreich ist es wie mit einem Kaufmann, der schöne Perlen suchte.“ Es gibt viele schöne Dinge, die wir Menschen suchen oder finden und kaufen, daheim aufstellen usw. Wer ein Museum besucht, kann Altes und Neues bestaunen. Es gibt die Schätze der Kunst, die sozusagen allen gehören, die ohne Zweckmäßigkeit auf die geistigen, höheren und ewigen Werte verweisen. Einen besonderen Stellenwert nimmt die Sakralkunst ein, welche die Transzendenz und Schönheit Gottes und des Himmels ausdrückt und unsere unsterbliche Geistseele zur unsichtbaren Welt Gottes emporziehen will. Zu den Schätzen der Schöpfung gehört auch die Schönheit und Größe der Schöpfung, die wir auf unseren Bergen bestaunen.      

           

Das heutige Gleichnis vom Schatz und von der Perle stellt uns vor die Frage: „Was ist in meinem Leben wie ein Schatz oder wie eine Perle? Woran hängt mein Herz?“

           

Jemand sagte mir vor einiger Zeit in einem Gespräch: „Ich habe keine Habseligkeiten!“

Die Habseligkeiten und die Seligkeit. Was ist da der Unterschied?

           

Die Habseligkeiten sind die Dinge, an denen wir hängen. Die Seligkeit ist ein geistiges Gut, das der Glaube schenkt, und im Himmel ewig bleibt. Die Ewige Glückseligkeit.

           

Der Materialismus vertauscht gerne diese beiden Dinge Haben und Selig. Das, was wir an geistigen oder materiellen Dingen haben, ist uns lediglich anvertraut, es ist nicht bleibend, es ist uns zB als Auftrag gegeben, im Beruf, für die Familie, es ist uns auch Mittel zur Seligkeit, doch nicht die Seligkeit selber. Das Haben wird zu „Habseligkeiten“, wenn wir über das bloße Haben nicht aufsteigen zum Höheren, zur Seligkeit. Selig werden wir nicht durch das, was wir haben oder zu haben meinen. Selig sind wir, wenn wir die Seligkeit haben. Unsere Zeit ist zwar reich an Haben, jedoch arm an Seligkeit.

           

Im Tagesgebet bitten wir heute: Gott, hilf uns, die vergänglichen Güter – das Haben – so zu gebrauchen, dass wir die ewigen Güter – das Selig sein – nicht verlieren. Beides zu unterscheiden hilft uns die Gabe der Weisheit, die in der heutigen ersten Lesung angesprochen ist. Weise werden wir nicht durch intellektuelle Bildung sondern durch den Glauben und die Taten des Glaubens. „Anfang der Weisheit ist die Gottesfurcht, die Kenntnis des Heiligen ist Einsicht“ (Spr 9,10).

           

Herr, wir danken Dir für alles Haben, dass es uns so gut geht. Hilf uns es gut zu verwalten und zu gebrauchen, dass es uns zur frohen Seligkeit wird. Jetzt schon hier auf Erden und einmal für immer in der ewigen Glückseligkeit des Himmels. Amen.

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