237) 16. Sonntag im JK A 2017: DAS ERDREICH DES MENSCHLICHEN HERZENS

  1. Sonntag im JK A) 2017

„EIN  SÄMANN  GING  AUFS FELD, UM  ZU  SÄEN“ (Mt 13,3)

DAS  ERDREICH  DES  MENSCHLICHEN  HERZENS

           

Das Gleichnis vom Sämann handelt von Gott, der uns Menschen im Leben durch sein Wort ruft und einlädt. Das Licht des Lebens haben wir nicht aus uns selber. Das Wort, das wir benötigen, können wir uns nicht selber sagen, wir würden damit ins Selbstgespräch gehen. Das Wort, das uns im Leben leuchtet und wir benötigen, muss uns GOTT zusprechen. Unsere Zeit wird immer unbeständiger und kurzlebiger. Gott und sein Wort bleiben in Ewigkeit. Gottes Wort veraltet nie. Es hat immer die Kraft, und zu führen und zu tragen.

           

Wer Ohren hat, der höre!“ Das Wort Gottes kann nur in unsere Herzen kommen, wenn es zuerst gehört wird. Das Wort Gottes fällt nicht einfach vom Himmel. Christus hat es so eingerichtet, dass es durch die Kirche verkündet wird. Wer zum Hl. Messopfer in das Gotteshaus kommt – am Sonntag, an den Feiertagen oder auch an Werktagen – der hört das Wort Gottes. Wer nicht mehr in die Kirche kommt, hört das Wort Gottes nicht mehr. Wenn wir das Wort Gottes nicht mehr hören, kann der ganze Folgeprozess, den Christus im Gleichnis vom Sämann beschreibt, nicht mehr stattfinden.

           

Christus beschreibt mit dem Gleichnis vom Sämann das Erdreich des menschlichen Herzens.

           

- Da ist der Same, der auf den Weg fällt: Das ist das verschlossene Herz. Das Wort Gottes wird zwar mit den Ohren gehört, eventuell sogar in der Kirche, doch nicht ins Herz aufgenommen.

           

- Der Same, der auf den felsigen Boden fällt, wo es nur wenig Erde gibt, und der Same keine Wurzeln schlagen kann: Das ist das unbeständige Herz: eine kurze religiöse Begeisterung oder Stimmung, ein kurzes emotionales berührt sein, doch das Wort Gottes geht nicht in die Tiefe, es kann keine Wurzeln schlagen, es fehlt die Treue zB in der Mitfeier der Sonntagsmesse, im täglichen Gebet usw. Und so bleibt das Wort Gottes fruchtlos.

           

- Der Same, der in die Dornen fällt: Das ist das übersättigte Herz. Christus nennt die Sorgen dieser Welt und den trügerischen Reichtum. Hier ist ein Herz gemeint, dem alles Weltliche wichtiger ist als Gott, der Glaube die Kirche… Das Wort Gottes kann einem mit weltlichen Dingen übersättigten Herz keine Wurzeln schlagen, es bleibt fruchtlos. Es ist für uns heutige Menschen inmitten der vielen zB elektronischen Ablenkungen nicht leicht, auf einen Menschen geschweige denn auf das Wort Gottes zu hören. Das braucht auch Distanz von manchen Dingen, die das Herz in Beschlag nehmen.

           

- Der Same, der auf den guten Boden fällt: Das ist das offene und bereite menschliche Herz, das von ganzem Herzen nach Gott verlangt und auf Gott hört und Gott gehorchen will. Das war zB die Haltung der Gottesmutter bei der Verkündigung; die Haltung des jungen Samuel: „Rede, denn dein Diener hört!“ (1 Sam 3,10).

           

In der Mitte des Gleichnisses steht der sogenannte Verstockungsauftrag, in Anlehnung an den Propheten Jesaja: „Ihr sollt hören, aber nicht verstehen, sehen, aber nicht erkennen. Das Herz dieses Volkes ist hart geworden“ Hier gibt uns Christus eine sehr ernste Warnung: Ein Herz, welches das Wort Gottes immer wieder zurück weist, verfällt der Verstockung. Dh das Herz stumpft gegenüber der Liebe und Wahrheit Gottes immer mehr ab, es wird immer unfähiger zur Bekehrung, es kann nicht mehr geheilt werden und verfällt dem Gericht. Das ist eine Warnung Christi vor dem Heilsverlust.

           

Wie ist es bei uns? Wie ist unser Herz beschaffen? Vielleicht haben wir von allem etwas? Vom verschlossenen vom unbeständigen, vom übersättigten, doch sicher auch vom offenen und hörenden Herzen.

           

Maria, Jungfrau des Hörens (Johannes Paul II.), gib uns ein offenes und hörendes Herz, das viel Frucht bringen kann, für diese Zeit und für die Ewigkeit. Amen.

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