124) Heiliger Tag 2014: Kinderpredigt: Bambino Gesu in Rom - der kleine Gnadenkönig und unsere Liebe zu ihm

Kinderpredigt: BAMBINO GESU IN ROM - DER KLEINE GNADENKÖNIG UND UNSERE    

                      LIEBE ZU IHM

Weihnachten zeigt uns Jesus Christus als Kind. Wir kennen den 12jährigen Jesus. Wir kennen den erwachsenen Jesus, daheim bei Maria und Josef in Nazareth. Wir kennen Jesus mit den Jüngern. Wir kennen Jesus am Kreuz. Wir kennen den Auferstandenen Jesus. Heute zeigt sich Jesus uns als Kind. Gott wird ein Kind!

Kennt ihr das Geheimnis des Jesuskindes? Ist Jesus ein Kind dieser Welt? Ist er ein Kind, so wie wir Kinder dieser Welt sind? Nein! Das Jesuskind ist ein himmlisches Kind. Das Jesuskind hat eine Mutter dieser Welt: die Mutter Maria. Doch der Vater des Jesuskindes ist Gott Vater im Himmel. Deshalb ist das Jesuskind ein himmlisches Kind. Wahrer Gott und wahrer Mensch. Jesus hat seine Gottheit nicht abgelegt. Er hat seine Gottheit nur für einige Zeit verborgen. Bei seinen Wundern ist die Gottheit sichtbar geworden. Jesus hat seine Gottheit verbunden mit unserem Menschenleib. Und weil das Jesuskind Gott ist, hat Maria Gott geboren und wir ehren sie als Gottesgebärerin, als Gottesmutter. Das Geheimnis des Jesuskindes können wir also so beschreiben: der kleine Jesus ist der große Gott, der ewige König, der Herrscher der ganzen Welt, der ganzen Zeit und Ewigkeit.

Unsere Weihnachtskrippen zeigen uns das Göttliche Kind, es ist der Mittelpunkt der Krippe. Alle Menschen in der Krippe haben eine besondere Beziehung zum Göttlichen Kind: vor allem Maria und Josef, dann die Hirten, dann die Heiligen Drei Könige. Sie alle freuen sich über das Göttliche Kind, sie verehren es, sie beten es an, sie empfangen seine Liebe und sie schenken ihre Liebe, ihr Herz...

Das Göttliche Kind möchte, dass auch wir in der Weihnachtszeit eine besondere Beziehung zu ihm haben. Können wir das? Ihr als Kinder tut euch da sicher nicht schwer. Jesus Christus als Kind lieben und ehren. Auch die Erwachsenen können das. Es ist nicht schwer, ein kleines Kind zu lieben. Ein neugeborenes Kind ist so etwas Besonderes, das muss man einfach gern haben. Zu einem Kind muss man sich hinabbeugen, wenn man es liebkosen will. Der große Gott hat sich für uns so klein gemacht. Machen auch wir uns klein vor Gott, beugen wir wie die Hirten anbetend die Knie, vor allem an der Kommunionbank. Wenn wir uns vor Gott klein machen, kommen wir ihm nahe. Kein stolzer Mensch kann nahe zu Gott kommen.

Wie können wir zum Jesuskind eine besondere Beziehung haben? Dazu möchte ich euch zuerst etwas erzählen. In Rom gibt es ein ganz berühmtes Jesuskind, ein Krippenkind. Es ist in der ganzen Welt bekannt: der BAMBINO GESU, eine kleine Jesusstatue, ungefähr 40 cm hoch. Dieses Christkind befindet sich in der Kirche Santa Maria in Aracoeli. Im 15. Jahrhundert hat es ein Franziskanerbruder aus Olivenholz vom Garten Gethsemani geschnitzt, und dann nach Rom gebracht. Papst Leo XIII. hat dieses Christkind 1897 mit einer Krone gekrönt. Seit mehr als 500 Jahren wird der Bambino Gesu von Kindern und Erwachsenen verehrt. Wie die römischen Kinder und Familien den Bambino Gesu verehren, ist auch für uns interessant. Da können wir etwas abschauen:

< Viele Kinder und Erwachsene besuchen den Bambino Gesu, um ihn in ihren Anliegen um Hilfe zu bitten. Das Göttliche Kind ist vom Himmel auf die Erde gekommen, um uns von unseren Sünden zu erlösen, um uns das Wort, die Liebe und Gnade des Himmlischen Vaters zu bringen, um uns zu helfen in allen unseren Anliegen. Auch wir wollen das Göttliche Kind in unseren Anliegen anflehen: "Jesus, hilf mir! Du bist der mächtige König, der helfen kann!" In den vergangenen 500 Jahren hat das Göttliche Kind unzähligen Menschen geholfen. Viele Gebetserhörungen haben Kinder und Erwachsene mitgeteilt. Diese Berichte hat man aufbewahrt.

< Viele Kinder aus der ganzen Welt schreiben dem Bambino Gesu kleine oder große Briefe. Jeden Tag treffen beim Bambino Jesu Briefe ein. Ganze Körbe voll stehen am Altar. Die Kinder schreiben Jesus Gedichte. Sie schreiben ihm, dass sie ihn lieben. Und sie bitten Jesus auch um Hilfe. Die Briefe werden nicht geöffnet, nach einer gewissen Zeit verbrannt. Ihr könnt dem Bambino, wenn ihr wollt, auch einen Brief schreiben. Die Adresse: Bambino Gesu, Rom.

< In der Weihnachtsoktav ist es in Rom bei den Familien Brauch, den Bambino Jesu zu besuchen. Es ist ein kleines Podium aufgestellt. Die Kinder, die das möchten, können da dem Bambino Jesu etwas sagen: meist ein Gebet, ein Gedicht, etwas aus dem Herzen. Ihr könnt euch vorstellen wie die Erwachsenen da immer gespannt sind, was ihre Kinder dem Bambino Gesu sagen. Wie könnt ihr das Göttliche Kind besuchen? Die Krippe ist nur ein Bild, ein Zeichen. Doch in der Heiligen Hostie, im Tabernakel, ist Jesus lebendig gegenwärtig. Besucht ihn gerne bei der Heiligen Messe. So wie heute. Vor allem am Sonntag, bei der Sonntagsmesse, wartet das Göttliche Kind auf euch. Werdet ihr ihn vergeblich warten lassen? Muss das Göttliche Kind weinen, weil wir es bei der Sonntagsmesse und an den Feiertagen so alleine lassen? Oder ist eure Liebe zum Göttlichen Kind so stark, dass ihr zu ihm in die Heilige Messe kommt, am Sonntag und an den Feiertagen?

< Wenn Kinder krank sind, oder auch Erwachsene, kann man in Rom die Staute des Bambino Gesu nach Haus bringen lassen. - Wenn ihr einmal krank seid, können wir leider nicht aus Rom den Bambino Jesu kommen lassen. Das ist zu weit weg. Doch jemand anders kann stellvertretend für euch den Bambino Gesu besuchen... lasst durch eure Eltern den Priester rufen. Der Priester darf euch und euren Familien den Segen Christi bringen.

Lieber BAMBINO GESU, Du kleiner Gnadenkönig, wir danken Dir für Deine gnadenreiche Geburt. Wir danken dir für Deine Liebe. Hilf uns, Dich in diesen Weihnachtstagen innig zu lieben.

Christus ist uns geboren. Kommt, lasset uns anbeten. Amen.

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