111) Rosenkranzsonntag 2014 - UNSER WEG ZUR FEIER DER ERSTEN HEILIGEN KOMMUNION

UNSER WEG ZUM EMPFANG DER ERSTEN HEILIGEN KOMMUNION

Liebe Brüder und Schwestern!

Vor allem liebe neue Erstkommunionkinder mit Euren Familien!

Beachten wir zuerst das Sonntagsevangelium. Es ist heute Rosenkranzsonntag. Der Erzengel Gabriel besucht Maria, das war bei ihr zu Hause in Nazareth, wahrscheinlich ein einfaches, bescheidenes Haus. Gott Vater lässt Maria den Freudengruß sagen, dass sie berufen ist, dem Sohn Gottes Mutter zu werden. Gott Vater bittet Maria um ihre Zustimmung. Maria war ganz frei. Sie konnte auch nein sagen. Doch Maria hat zu Gott kein NEIN gesagt. Sie hat aus ganzem Herzen JA gesagt. Maria war eine Tochter Israels. Sie hat durch den Glauben Gott erkannt, Gott geliebt. So hat sie gesagt: "Ich bin eine Magd des Herrn!" Durch ihre Zustimmung zum Plan Gottes ist das größte Wunder aller Zeiten geschehen: die Menschwerdung Gottes im Herzen und im Schoß der seligen Jungfrau Maria. Gottes Sohn ist Mensch geworden. Jesus wurde unser Erlöser. Von diesem Augenblick an war das Leben Mariens immer mit Jesus verbunden: mit dem Jesuskind unter ihrem Herzen vor der Geburt, mit dem kleinen neugeborenen Jesus, mit dem heranwachsenden und dem jugendlichen Jesus, mit dem erwachsenen Jesus, mit Jesus, der öffentlich in Israel wirkte, mit Jesus, der von seinem Volk abgelehnt wurde, mit dem Leidenden und Gekreuzigten Jesus, mit dem auferstandenen Jesus, und dann mit der jungen Kirche. Während ihres ganzen Lebens war Maria mit Christus verbunden. Das zeigt uns der Rosenkranz. Der Rosenkranz ist eine Zusammenfassung das ganzen Lebens und Wirkens Jesu als Erlöser für uns Menschen. Der Rosenkranz verbindet uns mit Maria und mit Jesus Christus. Deshalb sind wir eingeladen, im Monat Oktober gerne den Rosenkranz zu beten. In der Pfarrkirche beten wir ihn täglich um 18:30 Uhr. Herzliche Einladung dazu! Am Donnerstag sind besonders die Kinder eingeladen.

Mit dem heutigen Sonntag beginnen wir die Vorbereitung unserer Kinder auf den Empfang der beiden Sakramente der Buße und der Eucharistie, der Erstkommunion im kommenden Jahr.

Die Eucharistie, die Heilige Kommunion, ist Jesus Christus. Der erste Mensch, der Jesus Christus empfangen hat, war Maria. Gott hat Maria für dieses große Geschenk vorbereitet. Er hat sie bewahrt vor der Erbsünde und vor jeder persönlichen Sünde. Maria hatte ein ganz reines und liebendes Herz. Gott hat es durch Gabriel so sagen lassen: "Chaire Maria", dh "Freue dich, Maria! Du bist voll der Gnade!"

Liebe Eltern! Die Eucharistie ist ein großes und wunderbares Sakrament; das "Geheimnis des Glaubens" schlechthin. Sie ist ein Sakrament Christi und ein Sakrament der Kirche, dh von ihr verwaltet. Wie könnt ihr euren Kindern helfen, dass der Weg zur Erstkommunion für eure Kinder eine schöne und gnadenhafte Gotteserfahrung wird, die ihnen fürs Leben bleibt?

Wie jedes Jahr bitte und lade ich euch wieder ein zu einem gemeinsamen Weg:

a) Wir können unseren Kindern nur das vermitteln, was wir selber kennen und erkennen, was uns selber etwas bedeutet: das Eucharistische Geheimnis kennenlernen. Ein Mal im Monat möchte ich als Sonntagspredigt dazu Impulse geben. Die Pfarre soll in diese Vorbereitung einbezogen werden, deshalb während der Sonntagsmesse. Es ist klar, dass wir hier wirklich nur die Lehre der Kirche zur Grundlage nehmen. Ich dränge euch nicht meine "privaten" Ansichten auf. Die reine und klare Lehre der Kirche erschließt uns das Sakrament der Eucharistie. Wer die Lehre der Kirche ablehnt, zeigt damit selber, wo er steht.

b) Das Eucharistische Geheimnis respektieren. Zuerst kommt auch für uns Erwachsene die Vorbereitung, das Bereitmachen des Herzens - dann erst der Empfang. Eine der wichtigen Voraussetzungen zum Kommunionempfang ist die treue Mitfeier der Sonntagsmesse. Wenn man das nicht mehr gewohnt ist, ist das gar nicht so einfach. Das ist ein hartes Training. Versucht es! Wenn man guten Willen hat, mit der Zeit geht es immer leichter. Je öfter man zur Sonntagsmesse kommt, desto offener wird das Herz, das Wort Gottes aufzunehmen, im Leben wieder einen Glaubensvollzug aufzunehmen. Nach einer gewissen Zeit des Sich- Öffnens und des Wachsens wird man fähig für eine gute Beichte - erst nachher soll man kommunizieren. Wenn die Erstkommunion nicht ein einsames punktuelles Ereignis bleiben will, ist das für Erwachsene - die nicht mehr mit Christus und der Kirche lebten - der einzige Weg, bei dem ein inneres Reifen, eine Festigung im Glauben, ein neues Hinfinden zum Erlöser Jesus Christus möglich ist. Dieser Respekt vor der Heiligen Kommunion, vor dem Allerheiligsten Leib Jesu Christi, ist das Mindestmaß an Ehrfurcht, das wir dem Herrn schuldig sind.

c) Aus dem Eucharistischen Geheimnis leben. Wenn wir das Glaubensgeheimnis der Eucharistie genügend kennengelernt haben, es respektieren, am Sonntag dankbar ehren und feiern - beginnen wir, aus dem Eucharistischen Geheimnis zu leben; unser Leben wird erneuert, verwandelt, geheilt, es wird mehr und mehr nach dem Geist Christi ausgerichtet und umgestaltet, wir beginnen dann auch, für Christus Zeugen zu sein. Dieses Leben aus dem Eucharistischen Geheimnis und das Zeugnis für den Glauben wäre das Ziel.

Liebe Pfarrfamilie, liebe Eltern! Sehen wir alle diesen Weg der Vorbereitung, den wir gemeinsam gehen, als eine Chance und eine Gnade. Ihr kennt das Wort Christi: "Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht in das Himmelreich gelangen" (Mt 18,3). Wir dürfen in den kommenden Monaten mit den Kindern gehen, mit ihnen wachsen. Freuen wir uns darüber!

Liebe Kinder! Die Muttergottes ist unser Vorbild. Auch uns schenkt Gott die Gnade, die er Maria geschenkt hat. Wie sie wollen wir unser Herz für Jesus bereiten: wir wollen Jesus Christus kennen lernen, sein Leben, seine Worte an uns, wir wollen in der Freundschaft mit Jesus Christus wachsen. Wie können wir das? Ganz einfach: Betet jeden Tag gerne! Kommt gerne zur Sonntagsmesse, dh zu Jesus Christus. Lernt gut im Religionsunterricht. Bemüht euch um Liebe, vor allem daheim in der Familie. Die Muttergottes wird euch dabei helfen.

Wir beten gemeinsam ein Gebet:

Jesus – lieber Gott und Heiland - du Freund der Kinder!

Du liebst mich! Du lädst mich ein, Dir in der Heiligen Hostie zu begegnen.

Daher möchte ich Dir heute sagen:

Ich will mich mit meinem ganzen Herzen

auf die Begegnung mit Dir in der Beichte

und der Heiligen Kommunion vorbereiten.

Dies will ich besonders sonntags und feiertags

in der Mitfeier der heiligen Messe tun.

Segne alle, die mir dabei helfen.

Segne uns Kinder. Schenke uns deine Freude. Amen.

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