066) 25. Sonntag im Jahreskreis C) 2013: IN DER SPANNUNG ZWISCHEN GOTT UND MAMMON

Homilie: "IHR KÖNNT NICHT BEIDEN DIENEN, GOTT UND DEM MAMMON." (Lk 16,13) - IN DER SPANNUNG ZWISCHEN GOTT UND DEM MAMMON

 "Ihr könnt nicht beiden dienen, Gott und dem Mammon." Christus stellt uns heute den Gegensatz GOTT und MAMMON vor Augen. Wer mit Gott gemeint ist, ist vielleicht gar nicht so eindeutig. Ist der große und wunderbare Gottesglaube, den uns die christliche Offenbarung vermittelt, nicht bei vielen Menschen in weite Ferne gerückt? Mit MAMMON denken wir nicht nur an das Geld, sondern an jede Form von Reichtum, Besitz, auch geistig gesehen. Unser Leben steht in dieser Spannung: der unsichtbare und ewige Gott - die sichtbaren und vergänglichen Güter dieser Welt.

 Können wir ohne Gott auskommen? Nein! Können wir ohne Mammon auskommen? Wahrscheinlich nicht. Wir brauchen ein Dach über dem Kopf, die nächsten Rechnungen für Heizung, Steuern und Auto kommen gewiss... Wir brauchen irdische Güter zum Leben. Christus stellt uns nicht vor die Alternative Gott oder Mammon. Er sagt, wir können nicht beiden dienen. Das ist ein Unterschied. Es geht um die Frage: wie viel an irdischen Gütern benötigen wir? Wie gehen wir damit um?

 Christus gibt uns in diesem Evangelium Anhaltspunkte, wie wir den Mammon sehen und mit ihm umgehen sollen.

 a) Christus nennt den Mammon ungerecht. Wie viel Ungerechtigkeit ist mit Geld und Besitz verbunden. Das benötigt keine Erläuterung.

 b) Christus spricht vom wahren Gut und vom fremden Gut. Das wahre Gut ist nur Gott. Der Mammon ist nicht "Nichts", Christus nennt ihn ein "Gut", er ist jedoch nur ein fremdes Gut, dh er ist nur vorläufig, er ist ein Mittel zum Leben, ein Mittel zum Zweck, nicht das Ziel. Wir dürfen das Vorläufige nicht zu unserem wahren Gut machen. Sonst schaffen wir uns an der Stelle Gottes falsche Götzen, wir dienen dann dem Mammon. Mit anderen Worten: die irdischen Güter sind nie unser wahres Gut. Sie sind uns nur anvertraut. "Das Totenhemd hat keine Taschen", sagt der Volksmund. In die Ewigkeit mitnehmen werden wir nur, was wir an ewigen Werten aufgebaut haben.

 c) In den kleinen Dingen zuverlässig sein. Gute Verwalter des Mammons sein. Wer im Kleinen treu ist, der ist es auch im Großen.

 d) Christus sagt, wir sollen uns mit dem Mammon Freunde machen. Das hat eine zeitliche und eschatologische Perspektive. Unsere Freunde sind diejenigen, die von unserem Mammon profitieren, von unserem Mammon leben. Das sind jene, die weniger oder nichts haben. Vergessen wir nicht, dass wir in einem Land leben, das zu den reichsten der Erde gehört.

Dieses Evangelium leitet uns an, zwei Fragen zu bedenken, das kann jeder für sich selber tun:

 1) Wer ist GOTT für mich? Welchen Stellenwert hat Gott in meinem Leben? Welchen Stellenwert hat der Mammon in meinem Leben? Woran hängt mein Herz?

 2) Wie viel Zeit investiere ich für GOTT? Wie viel Zeit investiere ich für den Mammon, für das Irdische und Weltliche?

 Maria, hilf uns, den Mammon recht zu sehen und einzustufen. Hilf uns, im Kleinen gute Verwalter zu sein. Hilf uns, inmitten des Überflusses Zeit für Gott und die ewigen Werte zu finden. Hilf uns, durch den rechten Gebrauch der irdischen Güter zu den ewigen Gütern zu gelangen, zum wahren Gut. Amen.

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