061) Hochfest Maria Himmelfahrt 2013: ZIELE IM LEBEN

Hochfest Maria Himmelfahrt, 15.8.2013

Predigt: "CHRISTUS IST VON DEN TOTEN AUFERWECKT WORDEN" (1 Kor 15,20)

             ZIELE IM LEBEN

Ein Mensch will normalerweise wissen, woher er stammt, wer seine Eltern sind, welche Wurzeln er hat. Wer sich erwünscht und gewollt weiß tut sich auch leichter, Sinn und Ziele im Leben zu erkennen. Die richtigen Ziele im Leben zu haben ist überhaupt etwas sehr Wichtiges. Kommt das Durcheinander in der Gesellschaft nicht oft daher, dass es Menschen an den nötigen Zielen fehlt oder falsche Ziele erreicht werden wollen?  Uns Menschen ist vom Herrgott nach unserem irdischen Lebensweg ein großes Ziel gesteckt. Dieses Ziel befindet sich außerhalb der irdischen Welt und gleichzeitig gibt es uns auch den Weg vor. Das zeigt uns das heutige schöne Hochfest Maria Himmelfahrt.

Die zweite Lesung stellt uns die AUFERSTEHUNG CHRISTI vor Augen. An der Auferstehung Christi ist sichtbar geworden, welches Ziel Gott uns Menschen gesteckt hat. Christus hat den Tod besiegt und ist auferstanden. „Erster ist Christus; dann folgen, wenn Christus kommt, alle, die zu ihm gehören“(1 Kor 15,23). Unter denen, die zu Christus gehören, ist MARIA die Erste. Maria war die erste Glaubende. Maria war die Erste, die auf Christus gehört hat, die erste, die ihm gedient hat, ihn geliebt hat, mit ihm gelitten hat und den Kreuzweg gegangen ist. Maria sollte auch die Erste sein, die an seiner Auferstehung Anteil erhält. Das sagt uns das Glaubensereignis dieses Festes, das Dogma: Marias jungfräulicher Leib ist nach ihrem Hinscheiden nicht verwest, sie ist sogleich mit Leib und Seele in die Herrlichkeit des Himmels aufgenommen worden. So sehen wir nach Christus auch an MARIA das große Ziel aufleuchten, das Gottes Liebe uns gesteckt hat: Die Leib-seelische Vollendung des Menschen beim Dreifaltigen Gott im Himmel.

Ziele im Leben. Wenn wir als Christen von Zielen im Leben sprechen dann wollen wir als Erstes sagen: unser wichtigstes Ziel, das Endziel, ist der Himmel. Der selige Kaiser Karl sagte nach der Verlobung zu seiner künftigen Braut Zita: „Jetzt müssen wir einander helfen, in den Himmel zu kommen!“ Um das geht es auch im christlichen Leben, dass wir einander helfen, in den Himmel zu kommen. Wie können wir so ein Ziel, das für uns unmittelbar ja nicht greifbar ist, in unserem Leben anstreben? Es ist so ähnlich, wie bei einer Bergtour, bei der man den Gipfel zuerst nicht sieht. Man kann nur der Wegmarkierung folgen, und Schritt für Schritt, Etappe für Etappe bewältigen.

Das erste ist, dass wir dieses Ziel ganz klar als Hauptanliegen vor unserer Seele haben: Wir und ich - wollen in den Himmel kommen. Dann werden wir immer wieder KLEINE ZIELE im Leben haben, die uns diesem großen Ziel nahe bringen. Klein nicht im Sinn von unbedeutend, sondern von machbar und erreichbar für uns. Solche kleine Ziele wären z.B.:

- ich will meinen Lebensauftrag erfüllen, mich dabei an den Geboten Gottes orientieren,

- ich will durch tägliches Gebet mit Gott verbunden bleiben,

- ich will mich hingeben an die Menschen, die mir anvertraut sind. Der hl. Paulus schrieb den    

  Korinthern: "Ich aber will sehr gern alles aufwenden und mich für euch aufreiben."(2 Kor

  12,15).

- ich will jeden Tag etwas Gutes tun,

- ich will die Werte bewahren, die mir meine Eltern mitgegeben haben; so hat einmal ein

   junger Mensch zu mir gesagt,

- ich will den Sonntag mit dem Messopfer heiligen,

- ich will auf den Papst hören...

Viele solche kleine Ziele können wir im Alltag anstreben und auch erreichen. Und so gehen wir dem großen Ziel entgegen, das uns in der Aufnahme der Gottesmutter Maria in den Himmel vor Augen gestellt ist.

Maria hat gewusst, wo sie herkommt und was ihr Ziel ist. Maria, hilf uns, in unserem Leben klare christliche Ziele zu haben. Viele kleine Ziele, die wir jetzt im Leben verwirklichen, die uns Erfüllung und Freude geben, die uns Halt geben, kleine Ziele, mit denen wir jetzt schon an der Ewigkeit bauen, die uns zu unserem großen Ziel führen, zum Himmel, in den DU uns vorausgegangen bist. Amen.

 

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