045) Heiliger Tag: Die Tiere an der Krippe und was sie uns sagen können (Kinderpredigt)

Weihnachten 2012 – MISSA IN DIE

Kinderpredigt: DIE TIERE AN DER KRIPPE – WAS SIE UNS SAGEN KÖNNEN

Liebe Gläubige, Liebe Kinder!

Jedes Jahr ist es etwas Besonderes, die Weihnachtskrippe aufzustellen. Die Krippe will uns helfen, das Weihnachtsgeheimnis zu bestaunen, uns darüber zu freuen: Die Liebe des himmlischen Vaters schenkt uns seinen Sohn. Wir haben schon oft das Göttliche Kind in der Krippe betrachtet, die anderen Menschen in der Krippe, was sie uns sagen können. Eines haben wir noch nicht beobachtet: in der Krippe gibt es nicht nur das Jesuskind, Maria und Josef, die Hirten, die Heiligen Drei Könige, die Engel, sondern noch etwas anderes... mehrere Tiere! Auch diese Tiere haben uns etwas zu sagen.

Die bekanntesten Tiere in der Krippe sind: Ochs und Esel, dann: Schafe, die Kamele der Heiligen Drei Könige, auf unserer schönen Hochaltarkrippe sind auch noch Vögel zu sehen.

Die Krippe des Göttlichen Kindes steht mitten unter den Tieren. Ganz allgemein bedeuten die Tiere an der Krippe: Die Tiere sind Geschöpfe Gottes, er hat sie erschaffen. Wir sollen sie achten, es soll ihnen gut gehen! Dann: Der Mensch ist durch die Sünde unter die Tiere gefallen, er hat seine Würde vergessen und verloren. Ja, manchmal sind die Menschen sogar noch schlimmer wie die Tiere. Wenn Menschen nicht verzeihen wollen, Krieg führen, wir denken an die Fristenlösung, die Erwachsenen wissen was da gemeint ist, wenn einer dem anderen das Leben schwer macht usw. Wenn Menschen Gott vergessen und meinen, sie brauchen Gott nicht mehr, dann werden sie schlimmer wie die Tiere. Der Sohn Gottes ist Mensch geworden, um uns aus allem tierischen Verhalten herauszuführen, um uns wieder zu Menschen zu machen und zu Gotteskindern.

Jetzt wollen wir uns die Tiere im Einzelnen anschauen:

a) Der Esel.

Der Esel war das Auto der armen Leute. Reiche Leute hatten damals ein Kamel oder ein Pferd. Arme Leute hatten einen Esel zum Reiten und Lasten tragen. Maria und Josef hatten einen Esel. Das bedeutet, sie waren arm. Die Muttergottes ist auf dem Esel von Nazareth nach Bethlehem geritten. Und der heilige Joseph… ist daneben her gegangen, natürlich zu fuß. Ein Esel war also sicher in der Geburtshöhle von Bethlehem.

Der Esel in der Krippe sagt uns:

Ich will ein Diener Gottes sein. Ich will mit meinem Leben, mit meinen Talenten und Fähigkeiten Gott dienen, seiner Kirche dienen, meinen Mitmenschen dienen. Ich will mit meinem Leben anderen Menschen Freude machen, besonders in der Familie.

b) Der Ochs

Anders ist es mit dem Ochsen. Ein Ochs war wahrscheinlich keiner bei der Krippe. Wie kommt der Ochs in die Krippe? Das hängt mit dem Propheten Jesaja zusammen. Jesaja sagte im 8. Jh. v. Christus: „Der Ochse kennt seinen Besitzer und der Esel die Krippe seines Herrn. Israel aber hat keine Erkenntnis, mein Volk hat keine Einsicht.“ Gott hat da durch den Propheten Jesaja geklagt über sein Volk Israel. Die Menschen hatten keine Gotteserkenntnis mehr. Die Bibel meint mit Gotteserkenntnis die Gottesliebe. Im Volk Israel hat die Gottesliebe den Menschen gefehlt. Sie haben nur mehr an die Welt gedacht, an das Materielle, an das Vergnügen. Was würde da Gott heute über unser Volk sagen?

Der Ochs in der Krippe sagt uns:

Wir wollen nicht wie ein dummer Ochse sein, der keine Erkenntnis, keine Gottesliebe mehr hat. Wir wollen Christen sein, die ihren Gott kennen, ihren Glauben kennen, ihren Gott lieben, seine Feiertage, vor allem den Sonntag, halten und heiligen. Er freut sich über euch, dass ihr da seid und euch um die Gottesliebe bemüht.

c) Die Schafe

Die Schafe waren die Tiere der Hirten. Die Hirten waren damals einfache Menschen. Die Schafe waren ihr ganzer Besitz. Bei den Hirten war der Glaube Israels besonders lebendig. Deswegen hat Gott als erstes den Hirten die frohe Botschaft von der Geburt Christi verkünden lassen. Wahrscheinlich haben die Hirten dem Jesuskind auch Schafe geschenkt. Wir sehen an unserer Krippe ein besonderes Schaf: ein Schaf, das kniet und das Göttliche Kind anbetet.

Die Schafe in der Krippe sagen uns:

Die ganze Schöpfung, auch die Tiere, sollen Gott in Liebe und Dankbarkeit anbeten und vor Gott ihr Knie beugen. Wir Christen beugen unser Knie vor niemanden, vor keiner Macht der Welt, nur vor Gott, vor dem Göttlichen Kind, vor dem Kreuz, vor dem Allerheiligsten Altarssakrament, bei der Heiligen Wandlung, bei der Heiligen Kommunion… Liebe Kinder, haltet das in eurem ganzen Leben durch, bei der Heiligen Kommunion vor der Heiligen Hostie, vor Gott, zu knien. Das lehren uns nicht nur Maria und Josef, die Hirten, die Heiligen Drei Könige, sondern sogar die Schafe an der Krippe. „Nie ist der Mensch größer, als wenn er vor Gott kniet“(Sel. Johannes XXIII.).

d) Die Vögel

Auf unserer schönen Weihnachtskrippe sind auch Vögel zu sehen. Was tun diese Vögel? Ganz einfach! Sie singen! Sie freuen sich über die Geburt des Gottessohnes. Die Tiere haben keinen Verstand, aber sie haben das gespürt, dass da etwas ganz Außergewöhnliches vor sich geht. Der heilige Franziskus hat einmal zu den Menschen von Christus gesprochen. Sie wollten ihn nicht hören. Da ist er weggegangen, und hat die Vögel eingeladen, dass sie kommen. Viele Vögel sind gekommen, haben gezwitschert, sind dann ganz still geworden. Und Franziskus hat den Vögeln eine Predigt gehalten. Dann haben sie wieder ein Konzert gezwitschert und sind davongeflogen.

Die Vögel an der Krippe sagen uns:

Zu Weihnachten wollen wir viel und freudig singen und musizieren. Singen wir unsere schönen Weihnachtslieder, in der Kirche, daheim… um das Göttliche Kind zu loben, zu preisen, um uns zu freuen über Jesus, der uns in der Krippe seine Liebe schenkt.

Christus, die Göttliche Liebe, ist uns geboren. Kommt, lasset uns anbeten. Amen.

Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok