Weisungen der Kirche zur lateinischen Kirchensprache

 

Einige Weisungen der Kirche zur Verwendung der lateinischen   Kirchensprache beim Gottesdienst

 

Zweites Vatikanisches Konzil:

„Der Gebrauch der lateinischen Sprache soll erhalten bleiben“. Es soll „Vorsorge getroffen werden, dass die Gläubigen die ihnen zukommenden Teile der Mess-Gebete auch lateinisch miteinander sprechen oder singen können.“

2. Vatikanisches Konzil, Dekret über die Heilige Liturgie Nr. 36.54.

Papst Benedikt XVI. - Nachsynodales Schreiben SACRAMENTUM CARITATIS vom 22.2.2007

Die lateinische Sprache: 62. Diese Aussagen [über die Konzelebration]sollen jedoch den Wert dieser großen Liturgien nicht schmälern. Ich denke in diesem Moment besonders an die Zelebrationen, die während der heute immer häufigeren internationalen Treffen stattfinden. Sie müssen in rechter Weise genutzt werden. Um die Einheit und die Universalität der Kirche besser zum Ausdruck zu bringen, möchte ich empfehlen, was die Bischofssynode in Übereinstimmung mit den Richtlinien des Zweiten Vatikanischen Konzils vorgeschlagen hat: Es ist gut, wenn außer den Lesungen, der Predigt und den Fürbitten der Gläubigen die Feier in lateinischer Sprache gehalten wird; ebenso sollen die bekanntesten Gebete aus der Überlieferung der Kirche in Latein gesprochen und eventuell einige Teile in gregorianischem Choral ausgeführt werden. Ganz allgemein bitte ich darum, daß die zukünftigen Priester von der Seminarzeit an darauf vorbereitet werden, die heilige Messe in Latein zu verstehen und zu zelebrieren sowie lateinische Texte zu nutzen und den gregorianischen Choral zu verwenden. Man sollte nicht die Möglichkeit außer Acht lassen, daß auch die Gläubigen angeleitet werden, die allgemeinsten Gebete in Latein zu kennen und gewisse Teile der Liturgie im gregorianischen Stil zu singen.

Ergänzung: In den Diözesen soll den Priestern die Möglichkeit geboten werde, die Zelebration der Heiligen Messe in der überlieferte Form zu erlernen:

Priestern und Seminaristen soll in den Diözesen das Erlernen des alten Ritus angeboten werden:

„Die Ordinarien werden ersucht, dem Klerus die Möglichkeit zu bieten, eine angemessene Hinführung zu den Feiern der forma extraordinaria zu erhalten. Dies gilt auch für die Seminare, die für eine geeignete Ausbildung der zukünftigen Priester durch das Studium der lateinischen Sprache sorgen müssen, und, wenn die pastoralen Erfordernisse dies nahelegen, die Möglichkeit bieten sollen, die forma extraordinaria des Ritus zu erlernen.“

Die Feier der übrigen Sakramente, der Sakramentalien und das Brevier

Auch die Sakramente der Taufe, Firmung, Buße, Krankensalbung und Ehe können in der traditionellen Form (Stand 1962) gefeiert werden. Dies gilt auch für die Sakramentalien, d.h. die Segnungen im Rituale Romanum und für den Begräbnisritus. Die Priester können auch das Brevier in der traditionellen Form beten (Anmerkung: das alte Brevier ist inhaltlich drei mal so umfangreich wie das Brevier von 1970!). Das Sakrament der Priesterweihe kann nur in den Orden, die die Hl. Messe ausschließlich nach dem alten Ritus feiern, in der traditionellen Form gespendet werden. (Summorum Pontificum Art. 9 §1-3; Universae Ecclesia III § 2);

 

(Benedikt XVI. Summorum Pontificum Art. 9 §1-3, 7.7.2007; Universae Ecclesia III § 2, 13.5.2011);

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