24) EIN EINZIGER GLAUBE

 

33. Sonntag im Jahreskreis C) - Homilie zum Jahr des Glaubens:

EIN EINZIGER GLAUBE (KKK 172 bis 175)

 

 

172 Seit Jahrhunderten bekennt die Kirche in all den vielen Sprachen, Kulturen, Völkern und Nationen ihren einzigen, vom einen Herrn empfangenen, durch eine einzige Taufe weitergegebenen Glauben, der in der Überzeugung wurzelt, daß alle Menschen nur einen Gott und Vater haben [Vgl. Eph 4,4-6.]. Der hl. Irenäus von Lyon, ein Zeuge dieses Glaubens, erklärt:

 

173 ,,Die Kirche erstreckt sich über die ganze Welt bis an die äußersten Grenzen der Erde. Sie hat von den Aposteln und ihren Schülern den Glauben empfangen ... und bewahrt [diese Botschaft und diesen Glauben], wie sie sie empfangen hat, als ob sie in einem einzigen Hause wohnte, glaubt so daran, als ob sie nur eine Seele und ein Herz hätte, und verkündet und überliefert ihre Lehre so einstimmig, als ob sie nur einen Mund hätte" (hær. 1,10,1-2).

 

174 ,,Und wenn es auch auf der Welt verschiedene Sprachen gibt, so ist doch die Geltung der Überlieferung ein und dieselbe. Die in Germanien gegründeten Kirchen glauben und überliefern nicht anders als die in Spanien oder bei den Kelten, als die im Orient oder in Ägypten, die in Libyen oder in der Mitte der Welt (ebd.). ,,Wahr und zuverlässig ist die Botschaft der Kirche, denn bei ihr erscheint in der gesamten Welt ein und derselbe Weg zum Heil" (hær. 5,20,1).

 

 

175 ,,Diesen Glauben, den wir von der Kirche empfangen haben, behüten wir sorgfältig. Wie ein kostbarer Schatz, der in einem ausgezeichneten Gefäß verschlossen ist, wird der Glaube durch die Wirkung des Geistes Gottes immer verjüngt und verjüngt das Gefäß, das ihn enthält" (hær. 3,24,1).

 

 

Zwei Überlegungen zu diesen Aussagen:

 

a) Die Aussagen über die Einzigkeit des Glaubens machen uns sehr nachdenklich. Erfahren wir nicht das Gegenteil? Lehre gegen Lehre, Aussage gegen Aussage... Und dies bei Klerikern wie auch bei Laien. Und Trotzdem bekennt die Kirche nur EINEN Glauben. Wo die Kirche in der Wahrheit lebt, wo sie gesund ist, bekennt sie auch diesen einen Glauben.

 

b) Gott sagt uns im Johannesevangelium: "Das Licht leuchtet in der Finsternis, doch die Finsternis hat es nicht erfasst"(Joh 1,5). Das Licht des Glaubens leuchtet auch heute. Es leuchtet auf der ganzen Welt. Es leuchtet in seiner vollen Kraft und Schönheit. Es leuchtet auch und gerade auch dort, wo es angegriffen und bedrängt wird. Wichtig ist, dass auch wir es erfassen und weitertragen.

 

 

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