21) Zwischenstop - welche konkreten Schritte haben wir bisher getan?

Das Jahr des Glaubens, das Papst Benedikt XVI. voriges Jahr ausgerufen hat, wird noch einige Monate andauern, bis zum 24. November 2013. Machen wir heute einen kurzen Zwischenstop. Fragen wir uns, wie wir persönlich dieses Jahr des Glaubens durchleben. Dazu helfen uns einige Worte von Papst Franziskus.

 

1) In diesem Jahr des Glaubens wollen wir uns fragen, ob wir irgendeinen konkreten Schritt getan haben, um Christus und die Glaubenswahrheiten besser kennenzulernen, indem wir die Heilige Schrift lesen und betrachten, den Katechismus studieren, regelmäßig die Sakramente empfangen.

Gleichzeitig wollen wir uns jedoch fragen, welche Schritte wir tun, damit der Glaube unserem ganzen Dasein Orientierung gebe. Christ ist man nicht "auf Zeit", nur in einigen Augenblicken, unter einigen Umständen, bei einigen Entscheidungen. So kann man nicht Christ sein, Christ ist man in jedem Augenblick! Ganz! Die Wahrheit Christi, die der Heilige Geist uns lehrt und schenkt, betrifft unser tägliches Leben für immer und in vollem Umfang. Wir wollen öfter zu ihm beten, damit er uns auf dem Weg der Jünger Christi leite. Wir wollen jeden Tag zu ihm beten. Ich mache euch diesen Vorschlag: Beten wir jeden Tag zum Heiligen Geist, so wird der Heilige Geist uns Christus näher bringen.

Papst Franziskus, aus der Ansprache bei der Generalaudienz am 15.5.2013

2) Herr, zu wem sollen wir gehen? So fragen wir hier als Glieder der Kirche von heute. Mag dieser Satz in unserem Mund zunächst noch zaghafter klingen als auf den Lippen des Petrus: Wie beim Apostel kann allein die Person Jesu unsere Antwort sein. Gewiss, er lebte vor zweitausend Jahren. Doch wir können ihm noch in unseren Tagen begegnen, wenn wir auf sein Wort hören und ihm auf einzigartige Weise in der Eucharistie nahe sind; diese Feier nennt ja das Zweite Vatikanische Konzil die „heilige Handlung, deren Wirksamkeit kein anderes Tun der Kirche an Rang und Maß erreicht“ (Sacrosanctum Concilium 7). Dass die Heilige Messe uns nur nicht verkümmert zu flacher Routine; dass wir nur ihre Tiefe immer besser ausschöpfen! Sie ist es ja, die uns in Christi gewaltiges Erlösungswerk einbezieht, die unser geistliches Auge für seine Liebe schärft: für seine Tatprophetie, mit der er im Abendmahlssaal seine Selbsthingabe am Kreuz begann; für seinen unwiderruflichen Sieg über Sünde und Tod, den wir in ihr voll Stolz und festlich verkünden. „Man soll die heilige Messe erleben lernen,“ sagte der selige Johannes Paul II., als ihn eines Tages junge Leute in einem römischen Priesterseminar auf die tiefe Sammlung hin ansprachen, mit der er zelebrierte (Besuch im Pontificium Collegium Germanicum et Hungaricum 18.10.1981). „Die heilige Messe erleben lernen!“ Dazu hilft uns als Hinführung das anbetende Verweilen vor dem eucharistischen Herrn im Tabernakel und der Empfang des Bußsakramentes.

 

Papst Franziskus, 30.5.2013, aus der Botschaft zum Eucharistischen Kongress in Köln (5.-9.Juni 2013)

 

es folgen: 5 Minuten stille Anbetung vor dem ausgesetzten Allerheiligsten

 

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