Gottesdienstordnung Hochfest Fronleichnam und Vierzigstündiges Gebet

Hochfest Fronleichnam

           

Nach pfarrlicher interner Absprache, nach Absprache mit der Bezirkshauptmannschaft Imst, können wir das Fronleichnamsfest in folgender Form begehen. Die Art der Durchführung entspricht den aktuellen staatlichen Vorgaben. Die diözesanen Hinweise stimmen mit dem Staat überein.

           

1) Heiliges Messopfer um 09:00 Uhr.

           

Es gilt die Vorgabe: ein Meter Abstand zwischen den Personen. Das hat zur Folge: Es kann nur eine begrenzte Zahl von Gläubigen mitfeiern, entsprechend der Größe eines Gotteshauses. Die vorhandene Platzkapazität wird ausgeschöpft.

           

Die Mitfeier des Gottesdienstes erfordert eine vorherige Anmeldung im Pfarramt (Telephonanruf). Wenn die Platzkapazität erschöpft ist, können leider keine weiteren Personen zugelassen werden.

           

Die Vereine und verschiedenen Abordnungen nehmen mit einem Vertreter (Fähnrich) am Gottesdienst in der Kirche teil (reservierter Sitzplatz).

           

Wenn es notwendig ist, können Gläubige und Vereinsmitglieder den Gottesdienst auch im Freien bei der Kirche mitfeiern (Übertragung durch Lautsprecher).

           

2) Sakramentsprozession um ca. 10:00 Uhr

           

Die Fronleichnamsprozession wird durchgeführt. Alle Gläubigen, die sich dafür interessieren, können daran teilnehmen und sind herzlich eingeladen.

           

Ein Abstand halten soll von allen beachtet werden.

           

Auch die Musikkapelle, Schützenkompagnie, Feuerwehr und Vereine können an der Fronleichnamsprozession teilnehmen.

           

Die kirchlichen Fahnen und Prozessionsstatuen werden heuer nicht mitgetragen. Die große Zahl unserer mitgetragenen Andachtsgegenstände geht mit dem Personenabstand und der Personenzahl im Gotteshaus nicht zusammen.

Bitte daran denken, dass die Einschränkungen nicht vom Pfarramt stammen, sondern vom Staat vorgegeben sind. All das soll uns nicht daran hindern, dieses Hochfest der Kirche mit größter Feierlichkeit zu begehen. Bitte wieder am Prozessionsweg die Häuser beflaggen und schmücken, unsere schönen Volkstrachten und Festtagskleidung tragen usw. Wir geben dem Eucharistischen Christus, unserem Gott und Erlöser, die Ehre, erbitten für unser Dorf, unsere Familien, für unsere Heimat und unser Vaterland, für die Werke unseres Geistes und unserer Hände den Segen Gottes.              

Allen ein gesegnetes und schönes Fronleichnamsfest.           

Pf. Müller Stephan

 

Das Vierzigstündige Gebet   

Von Fronleichnam bis zum Sonntag nach Fronleichnam

jeweils von 08:00 bis 18:00 Uhr. 

           

Im Bereich der Pfarre gibt es etwas sehr Schönes und Wertvolles, was wir aus der „Corona-Zeit“ weiterführen könnten: Die Anbetung des Allerheiligsten Altarssakramentes. Mit der Eucharistischen Anbetung sind wir in unserer Pfarrfamilie seit langem fest vertraut, wird doch in der Regel vor dem täglichen Heiligen Messopfer das Allerheiligste zur Anbetung ausgesetzt. Wäre es nicht sehr segenbringend, die Zeit für die Eucharistische Anbetung in der Pfarrkirche zu vermehren, für einen oder mehrere Tage in der Woche? Ein guter Start dazu wäre das sogenannte Vierzigstündige Gebet, zu dem ich heuer, beginnend mit Fronleichnam, für einige Tage herzlich einladen möchte. Konkret bedeutet das: An diesen vier Tagen – Fronleichnam bis zum Sonntag nach Fronleichnam – wird insgesamt vierzig Stunden lang das Allerheiligste Altarssakrament feierlich zur Anbetung ausgesetzt.

           

Alle Gläubigen sind herzlich eingeladen sich eine Stunde für das stille Anbeten und Verweilen vor dem Allerheiligsten  Zeit zu nehmen. Bitte sich selbstständig in die Liste eintragen, die in der Kirche aufliegt.

           

Zur Geschichte des 40-stündigen Gebetes

           

Das sogenannte Vierzigstündige Gebet entstand um 1530 in einer Notzeit in Mailand. Der Erzbischof, die Geistlichen und Katholiken der Stadt begannen damals mit dieser Form der Eucharistischen Anbetung – vierzig Stunden lang Tag und Nacht ohne Unterbrechung. Die Erzdiözese wandte sich an den Papst, diese Andachtsform zu bestätigen. Papst Paul III. gab bereitwillig seine Zustimmung und ermutigte zu dieser Form der Eucharistischen Anbetung. Dies war wahrscheinlich die früheste offizielle Anerkennung dieser Andacht durch die Kirche. In den Folgejahren verbreitete sich das Vierzigstündige Gebet sehr rasch in der ganzen Kirche. Große Förderer der Eucharistischen Anbetung waren in dieser frühen Zeit zB der hl. Philipp Neri in Rom und der hl. Ignatius von Loyola. So fand das Vierzigstündige Gebet Verbreitung in der ganzen Kirche, bis hinein in die Pfarrgemeinden.

           

Auch in unserer Zeit hat die Kirche immer wieder zur Eucharistischen Anbetung aufgerufen und eingeladen. Die Eucharistische Anbetung ist, wie Papst Johannes Paul II. einmal sagte, auch ein Gradmesser für die Lebendigkeit unseres persönlichen Glaubens.

           

Papst Johannes Paul II. über die Anbetung des Allerheiligsten Altarssakramentes

Aus dem Brief  „Cena Domini“, Über das Geheimnis und die Verehrung der Heiligsten Eucharistie - 24. Februar 1980

           

Zitat Beginn: Was uns dazu veranlasst, jenen Erlöser anzubeten, der «gehorsam war bis zum Tod, bis zum Tod am Kreuz»[11], ist die freiwillige Entäußerung, die der Vater angenommen und mit der Herrlichkeit der Auferstehung belohnt hat, wenn wir sie zusammen mit der Auferstehung auf sakramentale Weise feiern.

Diese unsere Anbetung enthält noch eine weitere Besonderheit. Sie ist durchdrungen von der Größe dieses Todes eines Menschen, bei dem die Welt, das heißt jeder von uns, «bis zur Vollendung» geliebt worden ist[12]. So stellt sie auch eine Antwort dar, die jene Liebe entgelten will, die sich bis zum Tod am Kreuz verschenkt hat: dies ist unsere «Eucharistia», unser Dank und Lobpreis dafür, dass er uns durch seinen Tod erlöst und durch seine Auferstehung an seinem unsterblichen Leben Anteil gegeben hat.

           

Eine solche Verehrung, die sich auf die Heiligste Dreifaltigkeit, den Vater, den Sohn und den Heiligen Geist, bezieht, begleitet und durchdringt mehr als alles andere die Feier der eucharistischen Liturgie. Sie soll aber unsere Kirchen auch außerhalb der Messzeiten erfüllen. Denn weil das Geheimnis der Eucharistie seine Entstehung einer großen Liebe verdankt und uns Christus in sakramentaler Weise gegenwärtig setzt, verdient es unseren Dank und unsere Verehrung. Diese Verehrung muss sich bei jeder unserer Begegnung mit dem heiligsten Sakrament zeigen, sei es wenn wir unsere Kirchen besuchen oder wenn die Heilige Kommunion zu den Kranken gebracht und ihnen gereicht wird.

           

Die Anbetung Christi in diesem Sakrament seiner Liebe muss dann auch seinen Ausdruck in vielfältigen Formen eucharistischer Frömmigkeit finden: persönliches Gebet vor dem Allerheiligsten, Anbetungsstunden, kürzere oder längere Zeiten der Aussetzung, das jährliche Vierzigstündige Gebet, der Sakramentale Segen, eucharistische Prozessionen, Eucharistische Kongresse. Einen besonderen Hinweis verdient an dieser Stelle das Fronleichnamsfest als ein öffentlicher Akt der Verehrung, der dem in der Eucharistie gegenwärtigen Christus bezeugt wird, wie es mein Vorgänger Papst Urban IV. in Erinnerung an die Einsetzung dieses großen Geheimnisses gewollt hat. Zitat Ende.

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