Gottesdienstordnung 15.09.-22.09.2019

Gottesdienstordnung vom 15. bis 22. September 2019

Monat zu Ehren der heiligen Engel

               

SONNTAG,

15.9.

24. SONNTAG IM JAHRESKRIES – 14. SONNTAG NACH PFINGSTEN

FEST DER SIEBEN SCHMERZEN MARIENS

               

Evangelium vom 24. Sonntag im JK: Lk 15,1-32        14. Sonntag nach Pfingsten: Mt  6,24-33

               

08:30

Aussetzung des Allerheiligsten Altarssakramentes, stille Anbetung

09:00

Hl. Messopfer/Hochamt für Herbert Fink; Familie Josef und Maria Konrad; Rudolf und Maria Schnegg, Arno Schuler; Elsa und Alois Röck

               

Montag,

16.9.

Hl. Kornelius und hl. Cyprian

               

07:00

Aussetzung des Allerheiligsten Altarssakramentes, stille Anbetung

07:30

Hl. Messopfer für Lebende und Verstorbene Fam. Antonia und Gregor Stadler

               

Dienstag,

17.9.

Hl. Hildegard von Bingen

               

07:00

Aussetzung des Allerheiligsten Altarssakramentes, stille Anbetung

07:30

Hl. Messopfer für Hildegard Pöll

               

Mittwoch,

18.9.

Quatembermittwoch im September

               

07:00

Aussetzung des Allerheiligsten Altarssakramentes, stille Anbetung

07:30

Hl. Messopfer zu Ehren der heiligen Engel

               

Donnerstag,

19.9.

Hl. Januarius und Gefährten

               

07:00

Aussetzung des Allerheiligsten Altarssakramentes, stille Anbetung

07:30

Hl. Messopfer/Requiem für Sr. Maria Carmela

               

Freitag,

20.9.

Schmerzensfreitag – Monatswallfahrt, Quatemberfreitag im September

               

15:00

Aussetzung des Allerheiligsten, stille Anbetung

15:30

Rosenkranz von den Sieben Schmerzen Mariens

16:00

Hl. Messopfer zu Ehrender Schmerzhaften Muttergottes für die Armen Seelen

               

Samstag,

21.9.

Mariensamstag, Fest des hl. Apostels und Evangelisten Matthäus

               

07:00

Aussetzung des Allerheiligsten Altarssakramentes, Rosenkranz von den Sieben Schmerzen Mariens

07:30

Hl. Messopfer für Lebende und Verstorbene Fam. Georg und Klothilde Wibmer

15:00

Hl. Messopfer/Trauungsmesse für Auer Christoph Michael und Agerer Lisa Maria

               

SONNTAG,

22.9.

25. SONNTAG IM JAHRESKRIES – 15. SONNTAG NACH PFINGSTEN

               

Evangelium vom 25. Sonntag im JK: Lk 16,1-13        15. Sonntag nach Pfingsten: Lk 7,11-16

               

08:30

Aussetzung des Allerheiligsten Altarssakramentes, stille Anbetung, Beichtgelegenheit

09:00

Hl. Messopfer/Hochamt für Barbara Thurner; Hermann und Paula Thurner, WalterGassner, Erich Gitterle; Maria Witsch geb. Huter; Sammlung: für die Kirchenrenovierung – ein herzliches Vergelts Gott für  jede Spende!

Das Ewige Licht zu Ehren des Allerheiligsten Altarssakramentes brennt auch: Vom 15. bis 21. September für alle Diakone, die sich auf die Priesterweihe vorbereiten; vom 22. bis 28. September: Aus Dankbarkeit für die Fruchte der Erde und alle Gnaden Gottes;

                               

Kirche und Amazonassynode

von Kardinal Gerhard Ludwig Müller

(2. Teil und Abschluss)

           

Riccardo Cascioli, der Chefredakteur der katholischen Online-Tageszeitung La Nuova Bussola Quotidiana (NBQ), veröffentlichte ein Interview mit Kardinal Müller, dem früheren Präfekten der Gluabenskongregation (September 2019).

           

Cascioli: Kehren wir zur Inkulturation zurück: Aus dem Synodendokument geht hervor, daß alle Glaubensformen der indigenen Völker, ihre Riten und ihre Gebräuche anzunehmen sind. Man findet sogar einen Bezug, wie sich das frühe Christentum in die griechische Welt inkulturiert hat. Und es heißt, so wie man es damals gemacht hat, so muß man es heute mit dem Volk des Amazonas machen.

           

Kardinal Müller: Die katholische Kirche hat aber nie die griechischen und römischen Mythen akzeptiert. Im Gegenteil: Sie hat eine Gesellschaft abgelehnt, die mit der Sklaverei die Menschen verachtete. Sie hat die imperialistische Kultur Roms abgelehnt und die Päderastie, die für die Griechen typisch war. Die Kirche hat sich auf das Denken der griechischen Kultur bezogen, das soweit gelangt war, Elemente zu erkennen, die dem Christentum über den Verstand den Weg öffneten. Das Verhältnis zwischen geoffenbartem Glauben und menschlichem Intellekt ist die Basis unserer Beziehung zu Gott, Ursprung

und Ende der ganzen Schöpfung. Aristoteles hat nicht die zehn Kategorien erfunden: Sie existieren bereits im Sein; er hat sie entdeckt. So wie es in der modernen Wissenschaft geschieht. Das betrifft nicht nur den Westen, es ist vielmehr die Entdeckung einiger Strukturen und Mechanismen, die in der Natur vorhanden sind. Dasselbe gilt für das Römische Recht, das nicht irgendein willkürliches System ist. Es ist vielmehr die Entdeckung einiger Rechtsgrundsätze, die die Römer in der Natur einer Gemeinschaft gefunden haben. Mit Sicherheit haben andere Kulturen nicht eine solche Tiefe erreicht, aber wir leben dennoch nicht in der griechischen, römischen, gotischen, langobardischen oder fränkischen Kultur. Das Christentum hat die griechische und römische Kultur völlig verändert. Bestimmte heidnische Mythen können eine pädagogische Dimension haben, die zum Christentum hinführen, aber sie sind keine Elemente, auf denen das Christentum gründet.

           

Cascioli: In diesem Prozeß der Inkulturation, werden durch das Instrumentum laboris auch die Sakramente neu gelesen, vor allem was die heiligen Weihen betrifft mit dem Vorwand, daß es in einem so großen Gebiet zu wenig Priester gibt.

           

Kardinal Müller: Und hier zeigt sich wiederum, daß der zugrundeliegende Ansatz soziologisch und nicht theologisch ist. Die Offenbarung Gottes in Christus ist in den Sakramenten gegenwärtig, und die Kirche besitzt keine Autorität, die Substanz der Sakramente zu ändern. Sie sind keine Riten, die uns gefallen, und das Priestertum ist keine soziologische Kategorie, um eine Beziehung in der Gemeinschaft herzustellen. Jedes kulturelle System hat seine Riten und seine Symbole, aber die Sakramente sind göttliche Gnadenmittel für alle Menschen zu allen Zeiten und an allen Orten. Deshalb können wir weder den Inhalt noch die Substanz ändern. Und wir können auch nicht den Ritus ändern, wenn dieser Ritus von Christus selbst konstituiert ist. Wir können die Taufe nicht mit irgendeiner Flüssigkeit vollziehen, sondern mit Naturwasser. Beim Letzten Abendmahl hat Jesus Christus nicht irgendein Getränk oder irgendeine Speise genommen. Er hat Wein von Trauben und Weizenbrot genommen. Einige sagen: Aber der Weizen wächst im Amazonas nicht, nehmen wir etwas anderes. Das ist aber nicht Inkulturation. Sie wollen nicht nur das ändern, was kirchliches Recht ist, sondern auch was göttliches Recht ist.

           

Cascioli: Eminenz, eine letzte Sache: Sie beziehen sich immer wieder auf „sie“, die die Kirche ändern wollen. Wer aber sind diese „sie“?

           

Kardinal Müller: Das hängt nicht von einer Person oder einer bestimmten Gruppe von Personen ab. Es ist ein System der Selbstbezogenheit, das gegen jedes kritische Argument immun ist. Ein Denken, das a priori andere katholische Gläubige und Theologen diskreditieren muß, indem sie moralisch als Pharisäer, Gesetzeslehrer, Hartherzige und Konservative abgestempelt werden. Man spricht voll Respekt von der Weisheit der Ahnen, verachtet aber die lange Tradition der Kirche. Die Päpste Johannes Paul II. und Benedikt XVI. werden wie etwas Überholtes behandelt. Man will sich der Welt anpassen: unauflösliche Ehe, Zölibat, Priesterinnen, die apostolische Autorität, sie werden behandelt, als handle es sich um ein politisches Problem. Alles muß in der Überzeugung geändert werden, daß es dadurch zu einem neuen Frühling der Kirche, zu einem neuen Pfingsten kommt. Auch das ist eine bizarre Idee, da die Ausgießung des Heiligen Geistes ein einmaliges, eschatologisches Ereignis ist, das für immer gilt. Als würde das Beispiel der Protestanten nicht genügen, um diese Illusion zu widerlegen. Sie sehen nicht, daß sie die Kirche zerstören. Sie sind wie Blinde, die in die Grube fallen. Die Kirche hat sich gemäß den Grundsätzen der katholischen Theologie und nicht der Soziologie oder des Naturalismus und Positivismus zu entfalten, (vgl. Dei Verbum, 8-10). „Die heilige Theologie ruht auf dem geschriebenen Wort Gottes, zusammen mit der Heiligen Überlieferung, wie auf einem bleibenden Fundament“ (Dei Verbum, 24).

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